Geschichte

LVHS Freckenhorst - Ihr Lern- und Begegnungsort im Grünen

Seit über 60 Jahren...

...ist die Katholische Landvolkshochschule „Schorlemer Alst” ein Zentrum der Weiterbildung in Trägerschaft des Bistums Münster. Im Jahr 1954 wurde das neu errichtete Bildungshaus in Freckenhorst bei Warendorf im östlichen Münsterland durch den damaligen Diözesanbischof Dr. Michael Keller eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.

Die Landvolkshochschule nach der Fertigstellung 1954Da von Anfang an die Bildung für Menschen aus dem ländlichen Raum ein inhaltlicher Schwerpunkt der Landvolkshochschule war, erhielt sie die Zusatzbezeichnung „Schorlemer Alst” in Erinnerung an den "Westfälischen Bauernkönig".

Burghard Freiherr von Schorlemer-Alst (* 21. Ok­tober 1825 auf Schloss Herringhausen bei Lippstadt; † 17. März 1895 auf der Wasserburg „Haus Alst” bei Horstmar) war nicht nur der Gründer des Westfälischen Bauernvereins, sondern auch Initiator der ländlichen Genossenschaftsbewegung in Westfalen. Er gehört zu den bedeutenden Vertretern des Sozialkatholizismus des 19. Jahrhunderts.

 

 

1852 lernte er bei der Mitwirkung in einer Bonitierungskomission die Sorgen der Landwirte aus unmittelbarer Nähe kennen. Nach seiner Auffassung fand die zahlenmäßig starke Bevölkerungsgruppe der Landwirtschaft nicht entsprechende gesellschaftliche Beachtung; daher gründete er 1862 den ersten Bauernverein für den Kreis Steinfurt und 1871 für ganz Westfalen. Dieser berufsständische politisch unabhängige Verband vertrat die Interessen der ländlichen Bevölkerung. Außerdem setzte sich Schorlemer-Alst unermüdlich für den Aufbau von Bildungseinrichtungen im ländlichen Raum ein.

Besondere Anliegen von Schorlemer-Alst waren das Anerbenrecht, die Feuer- und Lebensversicherung, Ausbildung der Landwirte in Winterschulen, der gemeinschaftliche Warenbezug sowie Förderung und Ausbau einer genossenschaftlichen Geld- und Kreditversorgung.

 

 

Bei aller politischen Neutralität des Bauernvereins war Schorlemer-Alst eine politische Kämpfernatur. Er war Vorsitzender der Zentrumspartei im Preußischen Landtag, später Reichstagsabgeordneter und im Kulturkampf ein erbitterter Gegner Otto von Bismarcks. Als tiefgläubigem Christen war ihm der liberale Individualismus ohne soziale Bindung fremd.

Er war als Vorsitzender des Verbandsausschusses erster Präsident der westfälischen Genossenschaften. Ebenso führte er viele Jahre in Personalunion den Westfälischen Provinzialverein, ein Vorläufer der Landwirtschaftskammer. Sein Engagement für die Landwirte brachte ihm die Ehrenbezeichnung „Westfälischer Bauernkönig” ein.

Eine ausführliche Biografie von Burghard Freiherr von Schorlemer-Alst finden Sie in der Internet-Enzyklopädie wikipedia.

Bischof Dr. Michael Keller, der sich in der Nachkriegszeit besonders für den Aufbau der katholisch-sozialen Erwachsenenbildung engagierte, sagte bei der Einweihung der Landvolkshochschule am 2. Februar 1954, es gehöre zur Würde des Menschen, „...das Leben in der Welt und das Zusammenleben der Menschen zu gestalten. Nach dem Bild Gottes soll sich das Herrsein des Menschen über die Schöpfung darin äußern, dass er Raum zum Leben schafft und Leben fördert, damit Menschen in unserer Welt in Würde leben können.”

Bernhard Schulte, Leiter der LVHS Freckenhorst von 1949 bis 1979 im Gespräch mit Bischof Dr. Joseph Höffner beim Abschluss eines Grundkurses Anfang der sechziger Jahre.

Menschen durch Bildungsarbeit zu helfen, dass ihr Leben im umfassenden Sinne gelingt, war die pädagogische Richtschnur des ersten Leiters der Landvolkshochschule, Bernhard Schulte (1914 – 1984). In enger Verbindung mit dem Aufbau der katholischen Landjugend- (KLJB) und Landvolk­bewegung (KLB) im Bistum Münster in der Nach­kriegszeit ging es Schulte darum, Menschen auf dem Lande zu helfen, den voraussehbaren großen Wandlungsprozess geistig zu bewältigen, Einsichten und Fähigkeiten zu vermitteln und sie zu Gemein­schaften zusammen zu führen, damit Fragen und Probleme miteinander gelöst werden konnten. Grundstock dieser Arbeit der LVHS Freckenhorst waren von Anfang an Lehrgänge (Grundkurse) von mindestens vierwöchiger Dauer.

Neben diesen langfristigen Kursen zur Persönlich­keitsbildung - insbesondere für junge Landwirte und Menschen aus dem ländlichen Raum - und Veran­staltungen in Zusammenarbeit der KLJB und KLB wurden im Laufe der Jahrzehnte weitere Fach­bereiche mit zielgruppenspezifischen Angeboten entwickelt.

Innerhalb des Katholizismus wurde der Name Freckenhorst nach dem 2. Vatikanischen Konzil deutschlandweit bekannt durch die Gründung des "Freckenhorster Kreises" am 16.4.1969 in der Landvolkshochschule. Rund 40 Priester des Bistums Münster gründeten den Kreis mit der Absicht, die Impulse des 2. Vaticanums zu stärken und in den deutschen Bistümern umzusetzen. Bis heute tagt der Kreis, der längst für Laien geöffnet ist, regelmäßig an seinem Gründungsort (www.freckenhorster-kreis.de).

Die Verantwortung für die Geschicke der LVHS Freckenhorst trugen dabei von 1977 bis 1990 Kurt Balint (als pädagogischer Leiter) und als Gesamtleiter Präses Josef Bahemann (1979 - 1984), Präses Hartwig Thyl (1984 - 1989), Präses Michael Wolf (1989 - 1991). Von 1991 bis 2006 war Hermann Flothkötter Direktor der LVHS. Nachfolger war Johannes K. Rücker, der die Bildungsstätte bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand Ende April 2012 leitete. Seit dem 1. Oktober 2012 leitet Herr Dipl.-Theol. Michael Gennert die LVHS. Von 1994 bis 2002 war Präses Manfred Krampe Rektor der Hauskapelle der LVHS, von 2002 bis 2009 übte Präses Carsten W. Franken dieses Amt aus. Derzeitiger Rektor der Hauskapelle ist Diözesanpräses Bernd Hante.

Die LVHS Freckenhorst heute – eine moderne Bildungsstätte mit Tradition.

Im Jahr 2001 wurde die Sanierung der LVHS Freckenhorst nach umfangreichen Umbau- und Renovierungs­maß­nahmen abgeschlossen. So war die Landvolkshochschule für das Jubiläumsjahr 2004 bestens gerüstet. Mit zahlreichen Veranstaltungen und einem großen Festakt mit Bischof Dr. Reinhard Lettmann konnte das 50jährige Bestehen der LVHS dankbar gefeiert werden.

Durch die gekonnte Kombination des historischen Hauptgebäudes im Landhausstil mit moderner Architektur ist die Landvolkshochschule heute ein gut ausgestattetes Weiterbildungs-Dienstleistungs-Zentrum auf hohem Niveau und ein idealer Ort für Tagungen. Heute kommen jährlich mehr als 20.000 Gäste in unser Haus, für die wir rund 600 Veranstaltungen – vom Abendvortrag über Tagesveranstaltungen, Wochen­endeminare, Bildungsurlaubsseminare in der Woche bis hin zu mehrwöchigen Tagungen - anbieten.

Die LVHS Freckenhorst bietet alle Voraussetzungen für eine ertragreiche persönliche wie fachliche Weiterbildung.2005 wurde die LVHS als eines der ersten Bildungs­häuser nach EN DIN ISO 9001 (Qualitätsmanagement) und EN DIN ISO 14001 (Umweltmanagement) zertifiziert. Ebenso erhielt die Küche der LVHS Freckenhorst die Bio-Zertifizierung gemäß den Regeln der DE-Öko-024 Kontrolle. 

 

 

Ihr Bildungskompass für 2018

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LVHS Galerie

"Focus Schöpfung"

Fotos von
Peter Lenfers
7. Nov.  - 20. Dez. 2017


Ausstellungseröffnung:
Dienstag, 7. Nov. 2017,
19.00 Uhr



Öffnungszeiten der LVHS-Ausstellung:

montags - samstags 10.00 - 19.00 Uhr
sonn- und feiertags  10.00 - 14.00 Uhr

Eintritt frei!

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Sonderveranstaltung

Justus Frantz spielt Beethoven

Freitag, 27. April 2018
20.00 Uhr Landvolkshochschule Freckenhorst

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Karten demnächst hier in der LVHS

 

 

 

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Das Ehrenamtsbüro in der LVHS Freckenhorst.