Impuls für die Woche / LVHS Gottesdienste

LVHS Freckenhorst - Ihr Lern- und Begegnungsort im Grünen in Trägerschaft des Bistums Münster

Impuls der Woche 13.06.2021 - 19.06.2021

Reich Gottes


Es gibt im theologischen Denken eine schöne Unterscheidung: da gibt eine deutliche Differenz zwischen der Verkündigung vom Reich Gottes und der rede über die Kirche. Und das ist gut so: selbst wenn die Kirche nicht das zeigt, was sie könnte, bleibt uns die große Vision vom Reich Gottes. Und sie trägt durch das Leben.

Jesus sagte: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da. Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen, mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben? Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern, die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige, sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können. (Markus 4,26-32)

Das Reich Gottes wächst wie ein Same, der in die Erde gelegt ist. Bei der Aussaat braucht es viel Vertrauen. Und sind die Samenkörner noch so klein, es kann Bergendes wachsen. In meiner Pfarrerzeit in Recklinghausen haben wir mit vereinten Kräften ein Jugendzentrum gegründet. Es sollte den vielen Schüler*innen eine Anlaufstelle werden. Wir wussten nicht, ob es geht und ob es von Dauer ist. Im Jahre 2008 wurde es eröffnet. Und bis heute ist es ein Leuchtturm für das Wirken der Kirche in Recklinghausen. Wir haben gesät, und der Samen keimte und wuchs.


Zeugen gesucht

Gefragt sind Frauen und Männer,

die überzeugen,

weil sie überzeugt sind von dem,

was sie verkünden.

Gefragt sind Menschen,

die ausstrahlen,

was sie sagen und verkörpern,

wovon sie reden,

die einfach glaubwürdig sind.

 

Zeugen gesucht,

Gefragt sind Frauen und Männer,

die Zeugnis geben

von der Hoffnung, die sie trägt,

vom Vertrauen, das sie prägt,

von der Sehnsucht, die sie bewegt,

von Gott, der zu uns steht.

 

Zeugen gesucht.

So fing es an.

Damals in der Apostelgeschichte.

So geht es weiter.

Heute in der Kirche.

So bleibt Gottes schöpferischer Geist

am Werk

in und durch uns Menschen.

Paul Weismantel

Alle Impulse im Rückblick

Impuls der Woche 06.06.2021 - 12.06.2021

Menschheitsfamilie


Wir leben in einer Zeit, wo wir mit einer andauernden Fragestellung umgehen: Wie halten wir die Gesellschaft zusammen? Wie kommen wir zu einer gemeinsamen Perspektive für eine Welt und eine Schöpfung, und welche Gestalt geben wir dieser Perspektive?


Es scheint nicht nur eine Frage der Gegenwart zu sein. Auch zu der Zeit Jesu tritt diese Frage hervor. Das Auftreten Jesu passt nicht zu den Vorstellungen vieler Menschen. Anstatt sich damit auseinanderzusetzen, gehen sie in Ablehnung. Jesu Antwort an seine Jünger*innen lautet: „Wenn ein Reich in sich gespalten ist, kann es keinen Bestand haben. Wenn eine Familie in sich gespalten ist, kann sie keinen Bestand haben.“(Markus 3,24-25)


Welche Perspektive nahm Jesus ein? „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe.“(Markus 1,15)


Wie sieht das aus? „Johannes hörte im Gefängnis von den Taten des Christus. Da schickte er seine Jünger zu ihm und ließ ihn fragen: Bist du der, der kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten? Jesus antwortete ihnen: Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht: Blinde sehen wieder und Lahme gehen; Aussätzige werden rein und Taube hören; Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium verkündet.“(Matthäus 11,2-5)


Schöner kann das Bild nicht sein, und es geht um den Menschen, dass er lebendig ist und teilhaben und teilnehmen kann. Diese Perspektive brauchen junge Menschen, brauchen die Menschen an allen Orten dieser Erde.


Welches Bild verwendet der Evangelist Markus dafür und wer verbindet die Menschen untereinander? „Da kamen seine Mutter und seine Brüder; sie blieben draußen stehen und ließen ihn herausrufen. Es saßen viele Leute um ihn herum und man sagte zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich. Er erwiderte: Wer ist meine Mutter und wer sind meine Brüder? Und er blickte auf die Menschen, die im Kreis um ihn herumsaßen, und sagte: Das hier sind meine Mutter und meine Brüder. Wer den Willen Gottes tut, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter. (Markus 3,31-35)


Es ist das Bild einer Menschheitsfamilie, die nur einen Vater kennt: der Gott aller Menschen. „Wer den Willen Gottes erfüllt, der ist für mich Bruder und Schwester und Mutter.“


Der Glaube an den Gott aller Menschen hält die Welt zusammen: Das geht es um das Lebensrecht eines jeden Kindes, eines jeden Menschen. Da ist keine Religion besser als die andere, alle haben nur einen Gott und Vater. Dann geht es um Gerechtigkeit, um ein Leben im friedlichen Miteinander. Unterschiede können benannt und diskutiert werden, und Gemeinsamkeiten errungen werden; denn alle sind Kinder des Einen Gottes. Christen kennen keine nationalen Grenzen, christliche Identität will die Partizipation, nicht die Ausgrenzung.


Diese Haltung hat mir ein großes internationales Netzwerk geschenkt: In Brasilien habe ich viele Schwestern und Brüder und Mütter, in Uganda, Ghana, Indien, Russland, Polen, Ukraine, Belarus, Frankreich, England und in meiner Heimat ebenso!


Gebet der Vereinten Nationen
Unsere Erde ist nur ein kleines Gestirn im großen Weltall.
Unsere Aufgabe ist es, daraus einen Planeten zu machen,
dessen Geschöpfe nicht von Kriegen gepeinigt werden,
nicht von Hunger und Furcht gequält,
nicht zerrissen in sinnloser Trennung nach Rasse,
Hautfarbe oder Weltanschauung.
Gib uns den Mut und die Voraussicht,
schon heute mit diesem Werk zu beginnen,
auf dass unsere Kinder und Kindeskinder einst mit Stolz
den Namen „Mensch“ tragen.

Dazu benötigen wir die schöpferische Kraft Gottes:


Heiliger Geist, Quelle der Wahrheit,
du Atem Gottes, Spender des Lebens!
Überrasche mich - mitten im täglichen Leben
Verfolge mich bis in meine Pläne hinein
Wecke mein Talent - damit es arbeite.
Entzünde dein Charisma - damit ich dich bezeuge.
Treibe mich - wenn ich nachlasse.
Verständige mich - wenn ich nicht verstehe.
Durchglühe mich - wenn ich erkalte.
Überflute mich - wenn ich selbstgefällig bin.
Bete in mir - wenn ich wortlos bin.
Berge mich - wenn ich schutzlos bin.
Juble in mir - wenn ich dich liebe.

Aus: Es ist Zeit zur Aussaat. Novene im Anliegen der geistlichen Berufe und kirchlichen Dienste im Jubeljahr der Erzdiözese Freiburg (1827 - 2002).

 

Alle Impulse im Rückblick

 

 


Gottesdienste in der Papst-Johannes XXIII.-Kapelle - Tagesimpuls

 Kapelle mitten in der Schöpfung

„Wenn Du einen Kreis ziehen willst, dann gib acht, dass du die Mitte festsetzt.“    (Meister Eckhart)

Gottesdienste

Foto: Rainer Feistauer
LVHS Freckenhorst Kapelle

Die aktuellen Gottesdiensttermine in der Papst-Johannes XXIII.-Kapelle der Landvolkshochschule   

 

 

Achtung: Auf Grund von Umbaumaßnahmen ist die Kapelle für Rollstuhlfahrer (+Rollatoren) nur von außen erreichbar! Wir bitten um Verständnis.

 

 

 

Spiritualität

Christliche Spiritualität verbindet sich mit dem Christusereignis. Sie nimmt Maß an der Verkündigung Jesu. Christliche Spiritualität erhält ihren signifikanten Unterschied dadurch, dass sie sich in Beziehung zur Biographie Jesu setzt, daraus ihre besondere Hoffnungskraft gewinnt und dem spirituellen Tun eine Erdhaftung gibt. Die jüdischen Wurzeln unserer christlichen Spiritualität sind dabei eine grundlegende Voraussetzung.

Unsere Hauskapelle mitten in der Schöpfung

Vor rund zehn Jahren haben Architekten den Mut gehabt, die Seitenwand der Kapelle in der Landvolkshochschule zu öffnen und mit einer Glaswand von der Decke bis zum Boden zu versehen. Der Chor einer Kirche liegt nun im grünen Bereich des Waldes. Unweigerlich werde ich beim Betreten der Kapelle hinein genommen in die Verbundenheit mit der ganzen Schöpfung, die vor allem am Morgen eine unglaubliche Ruhe ausstrahlt. So können wir einstimmen in den Lobpreis der ganzen Schöpfung.

Unsere Angebote

Spiritualität lebt von Rhythmen und einer Stetigkeit. Sie haben die Möglichkeit, am Morgen einen Morgenimpuls in unserer Hauskapelle zu besuchen, jeden Mittwoch einen Gottesdienst. Der Sonntag hat für das Haus einen besonderen Stellenwert. Wir möchten eine Sonntagskultur entwickeln, in die sich die Besucher und Besucherinnen des Hauses einbringen können. Bringen Sie einfach ihr Instrument mit, um die Feier mit Musik zu unterstützen. Wir werden experimentieren, welche Formen des Gotteslobes unsere Zeit berühren kann.

Wenn Sie besondere Wünsche haben, die Ihr Seminar betrifft, dann können Sie sich einfach mit dem Rektor der Hauskapelle in Verbindung setzen. Wir werden dann individuell auf Anfragen und Anliegen eingehen können und gemeinsam den passenden Rahmen finden.

 

Ihr Bernd Hante

Rektor der Hauskapelle

 

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