Impuls für die Woche / LVHS Gottesdienste

LVHS Freckenhorst - Ihr Lern- und Begegnungsort im Grünen in Trägerschaft des Bistums Münster

Impuls der Woche 26.06.2022 bis 02.07.2022

Gemeinsame Sendung

Es ist nicht einfach, in der Situation unserer Kirche die Motivation zu bewahren, das Feuer zu spüren. Mit den Menschen, mit den ich leben und arbeiten darf merke ich ganz klar: Weil wir uns gemeinsam auf den Weg der Nachfolge machen, haben wir Ideen und Träume für den Auftrag einer Kirche.

Im Lukasevangelium finden wir zwei Aussendungsgeschichte. In ihr sind alle gemeint, die sich in die Spur Jesu begeben. Sie folgen dem Pfad der Hoffnung, das nicht nur ihr eigenes Leben reich macht, sondern eine Zukunft eröffnet, die Menschen aufsucht und aufnimmt:

„Danach suchte der Herr zweiundsiebzig andere aus und sandte sie zu zweit vor sich her in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte. Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden! Geht! Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe. Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemanden auf dem Weg! Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Sohn des Friedens wohnt, wird euer Friede auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren. Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, ist seines Lohnes wert. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes! 8Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt. Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist euch nahe!“ (Lukas 10)

Und das ist eine gute Perspektive für ein christliches leben: Bei allem, wie sich unsre Kirche darstellt: wir bleiben in der Spur Jesu. Der nun folgende Text ist schon 40 Jahre alt, und hat nichts an Ausstrahlungskraft verloren:

Propheten der Zukunft

Manchmal ist es gut, etwas Abstand zu nehmen und zurückzublicken.

Das Reich Gottes zu verwirklichen, übersteigt nicht nur unsere Kräfte, auch unseren Blicken ist es verborgen.

Im Laufe unseres Lebens ist unser Beitrag zu diesem wunderbaren nur klein.

Nichts von dem, was wir tun, ist vollendet; anders ausgedrückt, bedeutet dies: das Reich Gottes ist außerhalb unserer Reichweite.

Das ist das Wesen des Menschseins.

Wir sähen Saatkörner aus, die eines Tages wachsen werden.

Die Saatkeimlinge bewässern wir in dem Wissen, dass sie die Versprechen der Zukunft in sich tragen.

Wir legen Grundmauern, die noch hochgezogen werden müssen.

Wir sind der Sauerteig, dessen Wirkung unsere Möglichkeiten weit übersteigen wird.

Wir können nicht alles tun, – das zu begreifen, gibt uns ein Gefühl der Befreiung.

Dies gibt uns die Möglichkeit, etwas zu tun – und es gut zu tun.

Vielleicht wird nicht alles fertig, aber es ist ein Anfang, ein weiterer Schritt auf dem Weg, eine Gelegenheit, Gottes Gnade hereinzulassen, um das Werk zu vollenden.

Vermutlich werden wir nie das Endergebnis zu sehen bekommen, aber das ist der Unterschied zwischen Meister, Handwerker und Handlanger.

Wir sind die Handlanger, nicht die Handwerksmeister,

wir sind die Diener, nicht der Messias.

Wir sind die Propheten einer Zukunft, die uns nicht gehört.

(Mgr. Oscar Romero – WBCA)

 

Alle Impulse im Rückblick

 

Impuls der Woche 19.06.2022 bis 25.06.2022


Machtmissbrauch

Die Missbrauchsstudie legt sehr offen: das Ausmaß ist größer und das System Kirche noch schrecklicher als wir es uns ausmalen konnten. Matthäus 18 gehört damit nicht zur Spiritualität einer Kirche und ihrer Leitung.

Matthäus 18,1-7.11


„In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist denn im Himmelreich der Größte? Da rief er ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sagte: Amen, ich sage euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht in das Himmelreich hineinkommen. Wer sich so klein macht wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte. Und wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf. Wer einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, für den wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt und er in der Tiefe des Meeres versenkt würde. Wehe der Welt wegen der Ärgernisse! Es muss zwar Ärgernisse geben; doch wehe dem Menschen, durch den das Ärgernis kommt! Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.“

Der sexuelle Missbrauch ist letztlich ein Machtmissbrauch. Davor warnt Jesus seine Jünger, die der Frage nachgehen, wer im Himmelreich denn wohl der Größte sei? Die Studie zeigt einmal mehr: Unser kirchliches System ist intransparent, marode und verhindert ein Zeugnis, das dem Evangelium entspricht.

Wir brauche eine Reform der Kirche, die demokratische Prinzipien zu ihren eigenen macht: Gewaltenteilung, Partizipation und Transparenz.


Jesus warnt davor, zu viel Leidenschaft an die Macht zu verschenken: der hohe Preis, der gerade gezahlt wird ist ein Glaubwürdigkeits- und Vertrauensverlust. Und das auf allen Ebenen. Es scheint immer noch so zu sein: wer einmal einen schönen Rock trägt tut alles dafür, dass der Rock noch schön aussieht auch wenn die Persönlichkeit, die darin steckt, schon sehr zwiespältig und indifferent ist.

Wir brauchen eine Erneuerung, von der nicht nur geredet und gepredigt wird. Wir brauchen sie im Aufbau unserer Kirche!

Ich hoffe auf die Kraft des Heiligen Geistes:

Komm, Heiliger Geist, komm in unsere Mitte,

sei du bei uns.

Lehre uns, was wir tun sollen,

weise uns, wohin wir gehen sollen,

zeige uns, was wir wirken müssen,

damit wir durch deine Hilfe Gott in allem Wohlgefallen.

Komm, Heiliger Geist,

entzünde in allen das Feuer deiner Liebe

und erneuere das Angesicht der Kirche.


Gottesdienste in der Papst-Johannes XXIII.-Kapelle - Tagesimpuls

 Kapelle mitten in der Schöpfung

„Wenn Du einen Kreis ziehen willst, dann gib acht, dass du die Mitte festsetzt.“    (Meister Eckhart)

Gottesdienste

Foto: Rainer Feistauer
LVHS Freckenhorst Kapelle

Die aktuellen Gottesdiensttermine in der Papst-Johannes XXIII.-Kapelle der Landvolkshochschule

  • Sonntag,  26.06.2022 - 11.30 Uhr

  • Mittwoch, 29.06.2022 - 07.45 Uhr

    Sonntag, 03.07.2022 - 11.30 Uhr

    Sonntag, 10.07.2022 - 11.30 Uhr

    Mittwoch, 13.07.2022 - 07.45 Uhr

    Sonntag, 17.07.2022 - 11.30 Uhr

    Mittwoch, 20.07.2022 - 07.45 Uhr

    Sonntag, 24.07.2022 - 11.30 Uhr

 

 

 

 

Spiritualität

Christliche Spiritualität verbindet sich mit dem Christusereignis. Sie nimmt Maß an der Verkündigung Jesu. Christliche Spiritualität erhält ihren signifikanten Unterschied dadurch, dass sie sich in Beziehung zur Biographie Jesu setzt, daraus ihre besondere Hoffnungskraft gewinnt und dem spirituellen Tun eine Erdhaftung gibt. Die jüdischen Wurzeln unserer christlichen Spiritualität sind dabei eine grundlegende Voraussetzung.

Unsere Hauskapelle mitten in der Schöpfung

Vor rund zehn Jahren haben Architekten den Mut gehabt, die Seitenwand der Kapelle in der Landvolkshochschule zu öffnen und mit einer Glaswand von der Decke bis zum Boden zu versehen. Der Chor einer Kirche liegt nun im grünen Bereich des Waldes. Unweigerlich werde ich beim Betreten der Kapelle hinein genommen in die Verbundenheit mit der ganzen Schöpfung, die vor allem am Morgen eine unglaubliche Ruhe ausstrahlt. So können wir einstimmen in den Lobpreis der ganzen Schöpfung.

Unsere Angebote

Spiritualität lebt von Rhythmen und einer Stetigkeit. Sie haben die Möglichkeit, am Morgen einen Morgenimpuls in unserer Hauskapelle zu besuchen, jeden Mittwoch einen Gottesdienst. Der Sonntag hat für das Haus einen besonderen Stellenwert. Wir möchten eine Sonntagskultur entwickeln, in die sich die Besucher und Besucherinnen des Hauses einbringen können. Bringen Sie einfach ihr Instrument mit, um die Feier mit Musik zu unterstützen. Wir werden experimentieren, welche Formen des Gotteslobes unsere Zeit berühren kann.

Wenn Sie besondere Wünsche haben, die Ihr Seminar betrifft, dann können Sie sich einfach mit dem Rektor der Hauskapelle in Verbindung setzen. Wir werden dann individuell auf Anfragen und Anliegen eingehen können und gemeinsam den passenden Rahmen finden.

 

Ihr Bernd Hante

Rektor der Hauskapelle

 

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