Neues aus der LVHS

LVHS Freckenhorst - Ihr Lern- und Begegnungsort im Grünen in Trägerschaft des Bistums Münster

Vorstellung des neuen Jahresprogramms 2020

Das Pädagogen-Team präsentiert vor der LVHS das neue Programm 2020 (von links nach rechts): Direktor Michael Gennert, die Fachbereichsleitungen Larissa Rathmer, Maximilian Hermes, Karin Ziaja und Präses Bernd Hante (es fehlt: Josef Everwin).

 

Soeben ist das neue Jahresprogramm 2020 der Katholischen Landvolkshochschule (LVHS) "Schorlemer Alst" in Freckenhorst erschienen. Das Pädagogen-Team der LVHS gab jetzt einen Einblick in das fast 200 Seiten umfassende Programmheft. "Mit über 400 Kursen in sieben Fachbereichen", so Direktor Michael Gennert "wird sicher für jeden ein passendes und ansprechendes Seminarangebot dabei sein." Wer nicht auf den Postversand warten möchte, der findet das neue Jahresprogramm und weitere Informationen bereits auf der Homepage der LVHS (www.lvhs-freckenhorst.de).

Für den theologischen Fachbereich weist Maximilian Hermes u. a. auf einen Studientag zum jüdisch-christlichen Dialog am 16.2.20 mit der Christin Dr. Esther Brünenberg-Bußwolder und dem Juden Dr. Michael Rosenkranz hin. Es geht um die Frage "Liebe deinen Nächsten – aber, wer ist das?“ Erstmals angeboten wird am 13.9.20 ein Preacher Slam, zu dem die LVHS zehn Slammer/innen sucht, die sich anhand selbst verfasster Texte mit der Leitfrage „Der Mensch – Krone der Schöpfung?" auseinandersetzen.

Innerhalb der Angebote zur Lebens- und Arbeitswelt im ländlichen Raum steht zu Jahresbeginn vom 6.1. bis 2.2.20 wieder der vierwöchige Internationale Hauptkurs für zukünftige Betriebsleiter und -leiterinnen auf dem Programm, für den zurzeit noch wenige der begehrten Plätze frei sind. Weitere Angebote haben u. a. die Generationsnachfolge auf den Höfen mit einer nachhaltigen Entwicklung im Blick. Fortgesetzt werden im kommenden Jahr auch die winterlichen Abendgesprächskreise in Zusammenarbeit mit der Katholischen Landvolkbewegung.

Larissa Rathmer vom Fachbereich „Familialbildung und Zusammenleben der Generationen“ empfiehlt das neue Nähwochenende "Eingefädelt" vom 10.1. bis 12.1.20. Gemeinsam entscheiden Mütter und Töchter, was sie "von der Tasche über den Schal bis zum Kissen" unter Anleitung der erfahrenen Referentin Elvira Deutges nähen möchten. Ergänzend zu den bisherigen erfolgreichen Yoga-Kursen wird vom 7.2. bis zum 9.2.20 mit Dorothea Villwock ein neues Kinderyoga-Seminar für Kinder im Grundschulalter angeboten. Eingebettet in Geschichten, Klang und Spielen erlernen Eltern gemeinsam mit ihren Kindern Übungen des Kinderyoga. "Mit den Übungen werden Körperwahrnehmung, Wohlbefinden, Ausgeglichenheit und Konzentration beim Kind gefördert", wirbt Rathmer für das Angebot.

Für den Bereich „Kunst und Kultur“ bietet die LVHS als neues kreatives Angebot „Kalligraphie & Handlettering“ an, das von der Designerin Frauke Brinkmann an zwei Terminen durchgeführt wird. Wer Interesse hat, sich einmal mit dem Instrument „Ukulele“ vertraut zu machen, der hat 2020 ebenfalls an zwei Terminen Gelegenheit dazu. Norbert Koch wird dieses neue Angebot im Rahmen von zwei Instrumentalworkshops gestalten. Erfahrene Spieler wie auch Einsteiger sind gleichermaßen willkommen und wer braucht, bekommt auch ein Instrument zur Verfügung gestellt. Freunde der Musik dürfen sich am 20.4.20 auf ein Brahms-Konzert des Pianisten Justus Frantz freuen, der zum vierten Mal in der LVHS konzertiert.

Karin Ziaja, die den Fachbereich „Umwelt, Gesundheit, Soziales“ leitet, hebt die erfolgreichen Bildungsurlaube per Rad hervor: „Von Hof zu Hof – woher kommen unsere Lebensmittel?“ und einen Bildungsurlaub zur Energiewende mit Elektro-Rädern zu Standorten erneuerbarer Energien. "Entdecken Sie Seminare zum achtsamen Naturerleben, zur Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen der Nachhaltigkeitsdebatte und zur Entwicklung neuer Kompetenzen", so Ziaja. So beginnt z. B. am 24.4.20 ein vierteiliges Seminar "Basiswissen Botanik – Kräuter und Pflanzen im Jahreslauf". Im Bereich der präventiven Gesundheitsbildung werden vor allem Seminare und Bildungsurlaube zur Stärkung der Balance zwischen Beruf und Alltag und zur Resilienz angeboten.

Auf das wachsende Angebot für PfarrsekretärInnen, insbesondere im IT-Bereich, verweist Präses Bernd Hante. Für den Fachbereich "Beruf, Gesellschaft, Politik" wird zudem auf die verschiedenen modularen Lehrgänge hingewiesen: So startet im Herbst 2020 in Kooperation mit der Ostwestfalen-Akademie der zweite Ausbildungslehrgang für die Prüfung zum "Heilpraktiker Psychotherapie". Bereits im Februar 2020 beginnt die einjährige zertifizierte Fortbildung zum Trauerbegleiter. In Zusammenarbeit mit dem Bistum Münster startet im September 2020 erneut eine zweijährige Fortbildung zum Supervisor/zur Supervisorin.

Weitere aktuelle Angebote sind auch nach Drucklegung in der Entwicklung und werden laufend auf der Homepage und der Facebook-Seite der LVHS veröffentlicht. Das neue Programmheft kann zum Versand per Post angefordert werden bei der LVHS Freckenhorst, Am Hagen 1, 48231 Warendorf, Tel: 02581/94 58-231/237, Mail: lvhs-freckenhorst@bistum-muenster.de

 

 

Die LVHS auf dem Weltkindertag in Warendorf

Zum ersten Mal waren wir als LVHS Freckenhorst am Sonntag 22.09.2019 auf dem Weltkindertag im Emsseepark in Warendorf vertreten.

Unter dem Motto „Kinder haben Rechte“ hatte die Unicef Ortsgruppe Warendorf in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Kreis Warendorf zu einem bunten Fest mit Bühnenprogramm, Hüpfburg und Karussell eingeladen. An Ständen boten Akteure aus der Kinder-, Jugend-, und Familienarbeit in Warendorf abwechslungsreiche Mitmachaktionen für Kinder an.

So auch wir von der Familialbildung der LVHS:
Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel fiel es an unserem Stand ganz leicht, sich schon jetzt auf den Frühling im nächsten Jahr vorzubereiten. Und zwar mit so genannten „Samenbomben“: kleinen Kugeln aus Ton, Erde und Blumensamen, die die Kinder herstellen konnten. Im nächsten Frühjahr können diese Samenbomben im Garten oder auf dem Balkon eingesät werden. Mit ein bisschen Pflege und Wasser entstehen aus den Samenbomben dann kleine bunte Blühinsel.
So gewinnen alle: Die Kinder, die Spaß beim Herstellen der Kugeln und dem damit verbundenen „matschen“ in der feuchten Tonerde hatten, die Bienen und Insekten, die in den Blühinseln Lebensraum und Nahrungsquelle finden und die Eltern, die sich auf das farbenfrohe, bunte Ergebnis im Garten freuen können.

Unser Fazit des Tages: Ein sehr gelungener Anfang auf dem Unicef- Kinderfest in Warendorf. Wir freuen uns auf das nächste Jahr!

 

 

 

Kind of …………………………………………………………………………………Blue?  

Montage, gehängte Assemblage, Acryl auf Europalette, Federn, Abfall


Zugegeben: über die Europa-Fahne und ihre Farbe weiß ich gar nichts.
Genauso wenig wie über Europa selbst.
Die Europäische Union. Union heißt Einheit.
Na ja, Einheit in der Vielfalt – dies waren die Ideale, die sicherlich auch in den Europäischen Verträgen niedergelegt sind. Ideen. Ideale.
Die Idee Europa. Ein Kontinent, den ich nicht so wie die anderen Erdteile wie Riesen-Inseln auf dem Globus ausmachen kann: Australien, Afrika, Amerika, Asien.
Alle beginnen mit A. Und dann dieser E-Kontinent.
Das Blaue vom Himmel war es nicht, was sich die PolitikerInnen von der ‚EU’ versprachen. Soviel weiß ich wenigstens. Das Blau der Treue? Vielleicht.
Der Himmel geht über allen auf.
Das eine Firmament, das sich über uns allen spannt.
Malend, mischend nähere ich mich dem Blau auf der Palette. Euro-Palette.
Ein großes Misch-Tableau.
Mein Blau breitet sich weniger als Himmels-Dach, denn als Wasser aus. Aufgewühlt.
Tiefen, Täler, Wellen, Wogen. Unergründlich, unerbittlich solch ein Wasser; von Kontinent zu Kontinent.
Die Pastosität wühlt in mir. Wie banal, die genormte Fläche einer Europalette.
Überschaubar – scheints – jene Wasserfläche, deren Maße mir nach allen viel Himmelsrichtungen rettende Ufer vorgaukeln.
Ihr Suchenden, Sehnenden, Fliehenden: leichtfertig begebt Ihr Euch nicht in diese Lebensgefahr.
Von A nach E.
Die Grenzen im Wasser sind unsichtbar. Am Himmel ebenso.
Zu Luft, zu Wasser, zu Lande.

„Blau – eine Fahne dem Wunder!“ Wie sehr ich Rose A. um dies Gedicht beneide.
Ob ihr Text Pate stand für jene blaue Europa-Flagge?
Und nun eine Festung. Befriedungen. Gatter.  Zäune.

Im Elsass kannst Du heute die Frontlinien bewandern: dort, wo sich die Soldaten, Europäer, aber auch Männer der anderen Kontinente, in den Schützengräben wochenlang gegenüber lagen. Bekämpften, Verwundeten, Erschossen.

Lächerlich, was an diesen engen Erdspalten Schutz sein sollte, denke ich, als ich die engen, steilen Lehmkanten auf – und abklettere. Dafür brauchst Du dicke Schnürstiefel, sonst brichst Du Dir  - nicht nur heute – die Fußknöchel.
Und soviel Stacheldraht, der nun schon ein Jahrhundert hält.
Es ist relativ einfach, solche Erdlöcher zu buddeln. Als Jugendliche bauten wir uns in zwei rivalisierenden Banden solche Erdbuden, zum Spiel!

Der Krieg in dieser schönen Landschaft. Wie gnädig heute das Grün der Büsche und Bäume die Erde bedeckt. Eichen, die keiner Nation gehören. Dieser Baum, der von allen geliebt wird, von Mensch und Tier, weil die Früchte uns nähren.
Eichenblatt. Eichelfrucht. So was Altes  immer wieder auf den Wappen. Über Grenzen hinweg.
Im Dorf, im Land. Wiedererkennen.
Der Baum, in dem meine Kunst hängt ist ein alter Weißdorn. Hagedorn heilt.

Über Europa weiß ich so wenig. Nur, dass aus so grausamen Wunden der Kriege die Idee von Einigkeit sich im Gedanken von Frieden vereinte. Fraternité. Brotherhood of men.
Meer als das Blau vom Himmel. Welche RGB – Nummer? Oder doch in CMYK messen? Dies Blau ist nicht zu fassen. Es entwischt mir. Und ich will es so.
Ach gäbe es doch 1000 Töne! It’s just a kind of Blue.
Und die Sterne – vom Himmel holen. Außerirdisches. Gelb. Gold.
Schwarz, Rot, Gold. Die drei Balken der Flagge taumeln. Müssen nicht auseinanderfallen, sondern sich in Balance bringen. Weiter bewegen.

“Meinst Du, die … wollen Krieg? Befrag die Stille, die da schwieg!“
Soviel Stacheldraht in Niemands Land. Wer gibt uns das Recht?

Europa. 28 Staaten unter einem Blau – unter gutem Stern?
Ich wünsche es so sehr, seitdem ich nach Brüssel fuhr und etwas mehr weiß, was und wie ‚es’ in Brüssel läuft, habe ich mich entschieden: Das, was im Parlament, in der Kommission, im Rat läuft: das ist gut.
Wir haben die Chance, Kompromisse zu suchen – und zu finden. Wir haben die Chance, das nur „Entweder – Oder“ hinter uns zu lassen.  Zu verstehen, dass wir nur gemeinsam (über) leben werden.
Dass es nicht um  Wachstum als Selbstzweck, um das Konkurrieren, das Gewinnen, das Verlieren geht.
Ach hätten wir doch den Durchblick! Durch den Bretterverschlag hindurch auf die andere Seite blicken.
Wären wir doch schon weiter!
Entweder stelle ich auf die Bretter scharf – oder auf das dahinter. Beides gleichzeitig geht nicht. Das Auge, zwei Augen, die die Räumlichkeit erfassen – können – welch grandioses Geschenk.
„I’ve looked at clouds from both sides, now“.
Du kannst es drehen und wenden wie du willst: Europa (und dies sind 49 – also 21 Staaten mehr als in der EU!) ist eine gute Sache.
Wir können es ‚nur’ mehr zu unsrer eigenen Sache machen. Wenn wir Europa mehr sehen, mehr verstehen, stellen wir keine Fragen mehr, die bei Null anfangen.
„Kannitverstaan“ war gestern.

So würde ich das Blau und seine Sterne mit tragen. Durch dick und dünn.
Eine Euro-Palette erscheint nur genormt; denn es gibt so viele Maße. Grenzenlos?

Europa ist mehr als die Summe seiner Teile. Auch wenn wir uns getrauen, das Ganze erneut auseinander zu nehmen: eine durchbrochene Fläche aus Brettern, 9 Klötze, viele lange Nägel und drei Bretter, die den doppelten Boden verkörperten und nun… Fahnen… Sterne…
Ein Mobilé, gar ein Perpetuum mobilé mag entstehen. Soll entstehen.
L’artiste sait, connait…une maschine sans arrêt, sans sense?

Blue, Bleu, Blau, Blauw, Azur, Azurro, Azul, Niebieski, Plava, Zils,
Blár, Sinine, Melynas, Bla, Sininen, Albastru, Kék,  …

A kind of…


Sabine Schlemmer

 

Sabine Schlemmer

Geboren 1956 in Wuppertal und dort aufgewachsen. Lebt und arbeitete seit
1989 dreißig Jahre in Sprockhövel. Künstlerische Förderung durch die Künstlerinnen Adelheid Horschik, Dorothee von Mutius und Eckart Wendler. Kunstpädagogisches und geografisches Studium und Examen in Münster. 
Lebt in Hattingen.


Schwerpunkte: Druckgrafik, Fotografie, Malerei, Collage
Staatsexamen bei Prof. Kuno Gonschior, Berlin u. Bochum
Seit 1982 Ausstellungsbeteiligungen u. Einzelausstellungen.     
Seit 1984 Mutter einer Tochter, seit 2014 Großmutter
Seit 1992 Lyrik in Korrespondenz mit Malerei,  Aquarell, Acryl, Mischtechnik.
Veröffentlichungen in Anthologien; Lesungen mit Musik
2015 gemeinsam mit G. Bertels, K. Hater, M. Moog: Aufbruch, Begeisterung, Engagement – Die Anfänge der Themenzentrierten Interaktion in Deutschland
2016 ‚Jahresringe’ – Bilder und Gedichte im Jahreslauf
Seit vielen Jahren auf dem Weg zu ganzheitlichem künstlerischem Ausdruck.

www.sabineschlemmer.de

 

 

 

Flagge zeigen für Europa

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Gäste der LVHS,

haben Sie beim Eintritt in die LVHS die Europafahne wahrgenommen?
Nehmen Sie in Ihrem Alltag die Europäische Union wahr?
Am 26. Mai 2019 finden die nächsten Wahlen zum Europäischen Parlament statt.

Seit den ersten Europawahlen 1979 ist die Wahlbeteiligung stetig gesunken. Bei der letzten Europawahl 2014 gaben europa- wie deutschlandweit weniger als die Hälfte aller Wahlberechtigten ihre Stimme ab (Europa: 43,1%; Deutschland: 47,9%)

Wir bitten Sie: Gehen Sie am 26. Mai zur Wahl und machen Sie von Ihrem Stimmrecht Gebrauch.

40 Jahre nach der ersten Direktwahl zum Europäischen Parlament wird Europa von innen wie von außen auf die Probe gestellt. Die internationale Sicherheitslage ist angespannt wie lange nicht mehr. Der wiederaufstrebene Nationalismus stellt die Zusammenarbeit infrage. Bereits 2016 fragte Papst Franziskus bei seiner Rede zur Verleihung des internationalen Karlspreises: „Was ist mit dir los, humanistisches Europa, du Verfechterin der Menschenrechte, der Demokratie und der Freiheit?"

Die Europäische Union ist seit ihrer Gründung eine Wertgemeinschaft und für die Mitglieder ein Garant des Friedens. Auch wenn die EU heute für viele Menschen als „weit weg" empfunden wird, so dürfen ihre Errungenschaften wie offene Grenzen und eine gemeinsame Währung nicht leichtfertig einem Nationalismus geopfert werden. Die katholische Kirche denkt von ihrem Selbstverständnis her immer global und international. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die vielfältigen Bewohner im „Haus Europa" unter einem Dach zusammenbleiben.

Zeigen auch Sie am 26. Mai Flagge für Europa!

 

Michael Gennert                                  Bernd Hante
LVHS-Direktor                                     Geistl. Rektor

 

 

 

 

121. Internationaler LVHS-Hauptkurs 2019

Neuer Imagefilm über die LVHS

Die Idee eines Imagefilmes über die LVHS gibt es schon lange. Nun konnte sie realisiert werden. Dank der Unterstützung der Abteilung Medien- und Öffentlichkeitsarbeit des Bischöflichen Generalvikariats wurden ein Konzept und ein Drehbuch erstellt. An drei Tagen im September dann fanden die Dreharbeiten mit Sarah Stöber statt, die es in ihrer besonnenen Art schaffte, alle Abteilungen unseres LVHS-Teams vor die Kamera zu holen und professionell in Szene zu setzen. Wir haben versucht, die Willkommenskultur der LVHS ins Bild zu bringen und abwechslungsreich zu erzählen, wie sich das vielfältige Wirken unseres Teams in Bezug auf die Gäste auszeichnet. Sind Sie jetzt ein wenig neugierig geworden?

Schauen Sie doch mal hinein…

Die LVHS on air!

Küchenchefin Angela Schröder hat am 11. Januar ein Interview für das Domradio Köln gegeben und darin die Grundprinzipien der LVHS-Küche in den Punkten Nachhaltigkeit und regionale Verpflegung trefflich vorgestellt.
Das knapp 5-minütige Interview lässt sich hier nachhören:

Das Interview

Die LVHS stellt ihr neues Jahresprogramm 2019 vor

LVHS-Jahresprogramm 2019 erschienen


Mit über 400 Kursen präsentiert das Pädagogen-Team der Katholischen Landvolkshochschule (LVHS) "Schorlemer Alst" in Freckenhorst das soeben erschienene Jahresprogramm für das kommende Jahr 2019. "Auf 180 Seiten", so Direktor Michael Gennert, "wird auch im kommenden Jahr in der bekannten Vielfalt unseres Hauses sicher für jeden wieder ein ansprechendes Bildungsangebot dabei sein." Einen ersten Einblick in die sieben Fachbereiche gaben jetzt die pädagogischen Mitarbeiter der LVHS.
Für den theologischen Fachbereich erläutert Maximilian Schmitz, dass im kommenden Jahr das Thema "Spiritualität" ein Schwerpunkt im Bereich der religiösen Angebote sei. "Wir wollen dazu einladen, sich mit der eigenen Spiritualität auseinanderzusetzen und unterschiedliche Quellen und Zugänge einer christlichen Spiritualität kennenzulernen." Dazu gibt es erstmals verschiedene Angebote in Zusammenarbeit mit IUNCTUS, dem Kompetenzzentrum für Christliche Spiritualität der PTH Münster.

Karin Ziaja, die den Fachbereich „Umwelt, Gesundheit, Soziales“ leitet, hebt zwei beliebte Bildungsurlaube per Rad hervor, die auch 2019 auf dem Programm stehen: „Von Hof zu Hof – woher kommen unsere Lebensmittel?“ und einen Bildungsurlaub per Pedelec zum Thema Energiewende und Klimawandel. Außerdem erwartet die Gäste wieder eine aufwändige Gartenreise, die im Juni 2019 in die Lowlands, Highlands und nach Edinburgh in Schottland führt, um traditionelle und zeitgenössische Gärten namhafter Inhaber zu besuchen. "Wir freuen uns auf die 3. Tagung zur Gartentherapie im November und eine Ausstellung zur Naturfotografie im Mai, die von den Kursteilnehmenden der letzten Jahre gestaltet wird – mit Einblicken in das Münsterland", so Ziaja.

Für die Angebote zur Lebens- und Arbeitswelt im ländlichen Raum verweist Fachbereichsleiter Josef Everwin auf die Situation der Landfamilien, bei denen sich, nicht nur trockenheitsbedingt, das Gefühl eines subjektiven Akzeptanzverlustes über die Arbeit auf den Höfen breit macht. "In mehr und mehr bäuerlichen Familienbetrieben geht der Glaube an eine zukunftsfähige und gesellschaftspolitisch akzeptierte Zukunft der Familienbetriebe verloren", so Everwin. Die Palette reiche von der Betriebsaufgabe, Existenznot oder „noch mal Glück gehabt“ - bis hin zum „gut für die Zukunft vorbereitet!“ Um die Lage in Ruhe mit einer neuen Zukunftsperspektive zu betrachten, wirbt er für die vielfältigen Angebote des bäuerlichen Berufsstandes in der LVHS. Selbstverständlich steht zu Jahresbeginn vom 7. Jan. bis 3. Febr. 2019 wieder der vierwöchige Internationale Hauptkurs für zukünftige Betriebsleiter auf dem Programm. Fortgesetzt werden auch die winterlichen Abendgesprächskreise in Zusammenarbeit mit der Katholischen Landvolkbewegung.

Larissa Rathmer vom Fachbereich „Familialbildung und Zusammenleben der Generationen“ empfiehlt das neue medienpädagogische Seminar „Per Mausklick durch die Welt – Eltern und Kinder erkunden das Internet“. "Nachdem in den letzten Jahren die Vater-Kind-Seminare sehr gut besucht wurden, sind 2019 auch die Mütter und ihre Kinder zum Seminar „Pinterest your life – Ein Wochenende voller Kreativität für Mütter und ihre Kinder“ herzlich in die LVHS eingeladen" so Rathmer. Für die Väter gibt es ebenfalls ein neues Angebot: Im Seminar „Väter unter sich“ treffen sich Väter drei Tage lang, um Zeit miteinander zu verbringen und eingebettet in ein erlebnispädagogisches Programm zum Thema Feuer, die eigene Vaterrolle zu reflektieren.

Auf das weiterhin bestehende Angebot zur Supervision für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit verweist Präses Bernd Hante, zu dem sich Interessierte in der LVHS melden können, um präventiv die eigenen Möglichkeiten ihres Handelns zu aktivieren. Für den Fachbereich "Beruf, Gesellschaft, Politik" wird besonders auf zwei neue Angebote hingewiesen: Erstmals startet in Kooperation mit der Ostwestfalen-Akademie ein Ausbildungslehrgang zum "Heilpraktiker Psychotherapie". In sieben Einzelseminaren geht es als Vorbereitung auf die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie um die Fragen: Welche psychischen Störungen gibt es? Woran kann man sie erkennen? Wie kann man sie behandeln? Neu im Programm ist auch ein offenes dreitägiges Führungskräftetraining für Mitarbeiter/-innen im kirchlichen und sozialen Raum, das mit dem renommierten Management-Business-Coach Johannes Mertens aus Telgte angeboten wird. Zudem startet erneut eine dreijährige berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung in existenzanalytisch-logotherapeutischer Beratung und Begleitung.
Freunde der Musik dürfen sich am 12. April 2019 auf ein Mozart-Konzert des Pianisten Justus Frantz freuen, der nunmehr zum dritten Mal in der Gartenhalle konzertiert. Ebenso sind auch wieder Studientage zu Werken der klassischen Musik und Literatur als auch Angebote zur Malerei, wie z. B. Pastell-Acryl oder Ikonenkunst im neuen Jahresprogramm zu finden.
Weitere aktuelle Angebote sind auch nach Drucklegung in der Entwicklung und werden laufend auf der Homepage und der Facebook-Seite der LVHS veröffentlicht. Das neue Programmheft steht bereits jetzt zum Download auf der Homepage (www.lvhs-freckenhorst.de) der LVHS bereit oder kann zum Versand per Post angefordert werden bei der LVHS Freckenhorst, Am Hagen 1, 48231 Warendorf, Tel: 02581/94 58-231/237, Mail: lvhs-freckenhorst@bistum-muenster.de

Parlamentarischer Staatssekretär Klaus Kaiser besucht die LVHS Freckenhorst

                              

Auf dem Bild von links nach rechts:
Daniel Hagemeier MdL, LVHS-Direktor Michael Gennert, Staatssekretär Klaus Kaiser und Präses Bernd Hante.


Zu einem informellen Gespräch über die Situation der Weiterbildung besuchte Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, die Katholische Landvolkshochschule (LVHS) „Schorlemer Alst“ in Warendorf-Freckenhorst.

Begleitet wurde Kaiser vom CDU-Landtagsabgeordneten Daniel Hagemeier. Im Gespräch mit LVHS-Direktor Michael Gennert und Präses Bernd Hante zeigt sich der Staatssekretär beeindruckt vom Leistungsspektrum des Weiterbildungshauses in Trägerschaft des Bistums Münster. „Ich erlebe die LVHS als think tank für den ländlichen Raum“, so Kaiser, „die kontinuierlich neue Bildungsformate von der Nachhaltigkeit bis zum interreligiösen Dialog entwickelt“. Vor allem die Netzwerkarbeit im landwirtschaftlichen Bereich, die internationale Ausrichtung des Hauses sowie die Arbeit für die Region bildeten einen Schwerpunkt des Austausches. „Bildungshäuser“, so Daniel Hagemeier, „sind ein wichtiges Forum für den gesellschaftlichen Austausch und ermöglichen den Gästen den Aufbau gegenseitigen Respektes, selbst in Fragen, wo Uneinigkeit herrscht.“

Darüber hinaus ging es im Gespräch mit dem Staatssekretär um die aktuellen weiterbildungspolitischen Schwerpunkte und das gemeinsame Ziel, die Akteure der Weiterbildung auf Landesebene zu stärken. LVHS-Direktor Michael Gennert dankte Staatssekretär Kaiser für seinen Besuch und dessen Bestärkung für die Arbeit der LVHS und ihre aktuellen Projekte.

 

 

LVHS-Team besucht Kläranlage Warendorf

Beim heutigen Umweltnachmittag besuchte eine Delegation der LVHS die Kläranlage in Warendorf und informierte sich über die Umweltauswirkungen. Schließlich leitet die LVHS jährlich ca. 3.000 Kubikmeter Abwasser in das öffentliche Netz ab. Hr. Venherm führte ausführlich durch die drei Klärstufen: mechanisch, biologisch, chemisch. Etwa 24 Stunden braucht das Abwasser aus Freckenhorst, bis es im Klärwerk in Neuwarendorf über ein Pumpensystem ankommt und in ca. 70 Stunden wird das Wasser gereinigt. Dabei haben die Mitarbeiter viele Herausforderungen zu bewerkstelligen: Eines der Hauptprobleme  sind - leider  weiterhin- Feuchttücher im Abwasser. Diese Plastik-Tücher setzen die Pumpen zu – Klumpen bilden sich, so dass die Anlagen zum Erliegen kommen, die Lokalpresse berichtete bereits häufiger: http://www.wn.de/Muensterland/2017/03/2732934-Pumpen-fuer-Klumpen-zu-schwach-Feuchttuecher-bereiten-der-Klaeranlage-Probleme

Und schließlich sind es Medikamentenrückstände und Microplastik, die den Abwasserwerkern Sorgen bereiten: Beide sind Bestandteil unseres Abwassers und werden derzeit frei in die Ems eingeleitet, denn weder für Medikamentenrückstände noch für Microplastikanteile gibt es Grenzwerte, wie hoch ihr Anteil im Klärwerk-Abwasser sein darf. Daher ist man in Warendorf mit dem Bau der vierten Klärstufe noch zurückhaltend. Aktiv-Kohle-Filter und UV-Bestrahlung könnten den Anteil dieser Stoffe reduzieren, aber verbindliche Vorgaben fehlen.  „Man befindet sich in einer wartenden Schwebeposition“ – so der stellvertretende Leiter der Anlage. Etwas nachdenklich bestaunte die Besuchsgruppe daher das Wasserrad, das das (vollständig?) gereinigte Wasser in die Ems leitet. Bis es zu diesem Ausbau kommt, bleibt es nur dabei, alle Bürger und auch Gäste der LVHS anzuhalten, keinesfalls Feuchtetücher in die Toilette zu werfen, Medikamente weniger zu verwenden- denn sie werden häufig nur zu 40-50% vom Körper aufgenommen – und auf Kosmetika zu verzichten, die Microplastik enthalten. Hilfreich sind dazu Apps, als Einkaufsratgeber: http://www.beatthemicrobead.org/ oder: https://www.codecheck.info/app
(siehe hier zu auch: https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Mikroplastik-in-Kosmetik-erkennen,plastik368.html)

 

 

„Von Hof zu Hof – woher kommen eigentlich unsere Lebensmittel?“

Ein Besuch im Schlachthof ist keine Wohltat – eine Mitarbeit dort umso mehr eine Herausforderung! 15 überaus interessierte Teilnehmende besuchen im Rahmen unseres Bildungsurlaubes „von Hof zu Hof- woher kommen unsere Lebensmittel?“ vergangenen Donnerstag den Schlachthof der Fa. Tönnies in Rheda Wiedenbrück. Tönnies ist der zweitgrößte Fleischproduzent Europas. Die Zahlen sind beeindruckend: Knapp 8.000 Mitarbeiter (allein in Rheda), 300 LKWs täglich, die Schweine oder Sauen anliefern), 900 LKW insgesamt täglich. Täglich 30.000 geschlachtete Schweine oder Sauen (in zwei Schichten), 20,4 Mio. Schlachtungen jährlich, zwei Hochregallager, ein Frischelager und ein über 30 m hoher Froster mit einer Kühltemperatur  von -28 Grad Celsius, aber auch 17 Fußballmannschaften im Betriebssport– und ein Jahresumsatz von knapp 7 Mrd. Euro.
Neben den nackten Zahlen erlebte die Gruppe bei der ausführlichen Werksführung jedoch auch die Atmosphäre im Unternehmen. Ein reges Treiben, schnelle Schichtwechsel, ein hoher Lärmpegel, Temperaturwechsel, viele Hygieneschleusen und eine schnelle Gangart bestimmen das Tempo, schließlich muss alles am Band laufen! Das Werk perfektioniert die schnellen Abläufe bis ins letzte Detail. Und auch olfaktorisch muss man für einen Besuch im Schlachthof gewappnet sein..

Diese Eindrücke musste die Gruppe sacken lassen – eine Feldbegehung zu den Getreidebeständen bei Ludgera Rehr in Müssingen am Nachmittag bot hierfür den geeigneten Rahmen. Der Besuch bei Tönnies stellte nur einen Baustein im Bildungsurlaub rund um die Herkunft von Lebensmitteln her. Gespräche mit Erzeugern auf dem Naturland-Hof von Georg Schwienhorst in Hoetmar, ein Besuch bei Familie Boge in Telgte (Puten- u. Schweinemast), die Auseinandersetzung mit dem Thema Lebensmittelverschwendung, sowie ein Stallbesuch beim Milchhof Große Kintrup in Handorf waren nur einige der Haltestellen des Bildungsurlaubes durch das Münsterland per Fahrrad. „Ich war überrascht wie hochkomplex und hochmodern die heute Landwirtschaft ist. Es ist viel Detailwissen notwendig“ – waren Stimmen der Teilnehmenden. Aber auch – „Der massenhafte Fleischkonsum ist keine gute Entwicklung der heutigen Zeit. Ich werde künftig bewusster konsumieren“.


Karin Ziaja
Fachbereichsleitung  "Umwelt - Gesundheit - Soziales"
 

Direktvermarktung ist regional & saisonal

13 motivierte Direktvermarkterinnen  - darunter Betriebsleiterinnen und ihre Angestellten, aus ganz Deutschland – informierten sich aktuell beim zweitätigen Seminar „Warenpräsentation mit System und Pfiff!“ in der LVHS über innovative Formen der Direktvermarktung: „Aktionsflächen“, Hoffeste, „Themen“-welten aber auch charmante Gutscheinverpackungen sind Wege zur Kundenbindung und frischer Präsenz am Markt. Denn das Bestehen für Direktvermarkter am umkämpften Lebensmittelmarkt ist nicht einfach. Der Einzelhandel hat „Hofwelten“ für sich entdeckt und die Kunden verändern sich – 40% der Deutschen kochen nicht mehr. Vorgefertigte „Conveniece“- oder „To go“-Produkte und werden daher immer wichtiger. Das Seminar wurde durch ein Fachgespräch auf dem Biohof Schulze Schleppinghoff ergänzt. Der in 2016 prämierte 260 qm große Hofladen bot Raum für kollegialen Ideen- und Erfahrungsaustausch. Wir wünschen allen Teilnehmerinnen nun viel Elan bei der Umsetzung der neuen Ideen!

 

 

Spargel-Erzeuger verfolgen Nachhaltigkeitsziele durch Klimaschutz

65 engagierte Spargel-Erzeuger (bundesweit und aus den Niederlanden) diskutierten bei den 25. Freckenhorster Spargel-Tagen vom 5.-7. Februar in der LVHS Freckenhorst intensiv Fragen zu Nachhaltigkeitszielen. Denn neben der Auseinandersetzung mit der neuen Düngeverordnung – die Klimaschutz praktisch umsetzt – wurden weitergehende Maßnahmen diskutiert. Ansgar Lasar, Klimabeauftragter der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, fächerte Möglichkeiten auf.  So kann z.B. eine rasche Verbringung von Wirtschaftsdünger tonnenweise CO2-Emissionen einsparen. Insgesamt sollten Böden nicht zu stark mit Stickstoff versorgt werden, da ansonsten Lachgas (N2O) aus dem Boden emittiert, das 300 Mal stärker als CO2 als Treibhausgas in der Atmosphäre wirkt. Methan und Lachgas gehören zu den „vergessenen“ Treibhausgasen. Mehrere Vorträge widmeten sich daher der optimalen Versorgung und dem Gesunderhalt von Böden – der Grundlage eines leckeren Spargels. Und über die Treibhauswirkung durch den Verzehr von Obst und Gemüse entscheidet der Kunde maßgeblich mit – Importspargel aus Peru emittiert zwölffach mehr CO2 als heimische Ware – die auch regional, saisonal, gesund und lecker ist. Wir wünschen den Anbauern eine gute Saison und freuen uns auf das Wiedersehen im nächsten Jahr!

Diese 25. Freckenhorster Spargel-Tage boten nicht nur intensiven Austausch, sondern waren ein Jubiläums-Seminar – 25 Jahre – unter der Leitung von Frau Mathilde Friederichsen. Nach dieser Lebensleistung wurde Frau Friederichsen mit einem selbstgedichteten Lied – von ganzen Herzen – von den Teilnehmenden verabschiedet. Eine Kunstkeramik-Schale, Standing-Ovations, Champagner und viel Applaus drückten den großen Dank aus. Danke Mathilde!!

 

 

Internationaler LVHS-Hauptkurs macht auf Lebensmittelverschwendung beim WLV-Kreisverbandstag 2018 aufmerksam

Mit einer tollen Showeinlage  machte heute der 120. Internationale LVHS-Hauptkurs auf das große Problem der Lebensmittelverschwendung in Deutschland aufmerksam.
Die 19 jungen Teilnehmenden des Kurses liefen unter dem schwungvollen „Kartoffel-Song“ in den ca. 250 Gästen gefüllten Saal ein – um anschließend auf die traurigen Zusammenhänge bei der Verwertung unserer heimischen Kartoffel hinzuweisen: Als nicht verwertbare „Kartoffeln“ landeten Sie – samt Präses Bernd Hante – im Müllcontainer! Denn nur 50 Prozent der geernteten Kartoffeln landen später im Magen der Konsumenten – schon 20 % der Erntemenge werden wegen „Mängeln“ wie Größe oder Form aussortiert, weitere 30 % Prozent gehen bei Vermarktung, Handel und im Privathaushalt „verloren“.  Noch problematischer ist das Thema Getreide – 500.000 Tonnen Brot werden in Deutschland „entsorgt“ (meist verbrannt) – eine Menge, die die Bevölkerung Niedersachsens jährlich sättigen könnte.
Dabei sind Lebensmittel die Grundlage unseres Lebens wie Verbandpräsident Herman-Josef Schulze-Zumloh betonte, die von Landwirten mit viel Verantwortung und Fachwissen erzeugt werden. Sie sind Produkte unserer Mit-Geschöpfe, wie Weihbischof Dr. Zekorn unterstrich.  Die schockierenden Zusammenhänge der Lebensmittelabfälle in der Überflussgesellschaft haben die Teilnehmenden im Rahmen unseres DBU-Projekt „Mittel zum Leben  - Bildungshäuser für einen achtsamen Umgang mit Lebensmitteln“ – erarbeitet. Ein Trailer zum Film „Taste the Waste“ erläutert die die Problematik: https://www.youtube.com/watch?v=SLyQc3mLD74

25. Freckenhorster Beerenobst-Tage

25. Freckenhorster Beerenobst-Tage erfolgreich verlaufen
- Mathilde Friederichsen herzlich verabschiedet /Wechsel in der Seminarleitung ab 2019

Vom 22.-24. Januar 2018 lud die LVHS zum Jubiläumsseminar ein - 25 Jahre Freckenhorster Beerenobst-Tage!
Seminarleiterin Mathilde Friederichsen begrüßte die gut 100 teilnehmenden Beerenobst-Anbauer zum dreitägigen Seminar. 15 Fachvorträge und ein intensiver betriebsübergreifender Austausch zum Thema "Ernteablauf-Optimierung" machten das Seminar zu einem erneut intensiven Begegnungsort für Betriebsleiter im Beerenobstanbau aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden. Traurig wurde es zum Ende - Mathilde Friederichsen -die dieses Fachseminar in 2,5 Jahrzehnten zu einem äußerst beliebten und inzwischen internationalem Austauschforum im Bereich der Beerenobst-Anbauer aufgebaut hat, wurde herzlich von allen Teilnehmenden verabschiedet. Tränen, ein riesengroßer Blumenstrauß und eine Einladung in die Hamburger Elbphilharmonie trösteten kaum über das Ende in der Tagungsleitung hinweg, die Frau Friedrichsen kompetent und charmant über so viele Jahre geprägt hat. Ab 2019 besteht das Leitungsteam aus Karin Ziaja, Ulrich Bußmann und Verena Hersping.

120. Internationaler LVHS-Hauptkurs

Zum 120. Male findet seit dem 8. Januar 2018 der Internationale LVHS-Hauptkurs der LVHS in Freckenhorst statt.
19 junge Männer und Frauen überwiegend aus dem Rheinland und Münsterland, absolvieren derzeitig ein intensives Persönlichkeitstraining, dass zur Befähigung der Übernahme  ehrenamtlicher Tätigkeiten in Gesellschaft und Kirchen, Berufsstand und Ländlicher Raum bestimmt und aufgebaut ist. International bereichert wird das Bildungsangebot mit der Teilnahme begabter Studenten aus Osteuropa. (Ukraine, Belarus und Russland). In den kommenden Tagen und Wochen erhalten die Teilnehmer Einblicke  in die Funktionsweisen und Schaltstellen der Agrar- und Gesellschaftspolitik. Parlamentarische Treffen sowie Hintergrundgespräche mit unterschiedlichen NGO`s,  Betriebs- und Unternehmensphilosophien  im Münsterland, Brandenburg,  Berlin sowie in Polen Raum Breslau/ Niederschlesien und auch die  veränderte Lage Europas,  stehen, neben einer Fülle weiterer Themen und Fragestellungen auf der Tagesordnung des Seminarprogramms. Die Leitung liegt bei  Josef Everwin und Pfr. Bernd Hante (LVHS Freckenhorst)

10. Kreis Warendorfer Streitschlichter-Tag der Akademie Ehrenamt erfolgreich verlaufen!

Am 13.12.2017 trafen sich bereits zum 10. Mal erneut Schülerinnen und Schüler aus weiterführenden Schulen im Kreis Warendorf zu Austausch und Weiterbildung zum Thema Gewalt- und Mobbingprävention.
Drei Workshops zum Thema „Cybermobbing“, „Mobbing“  und „Diversity“  wurden für die bereits als Streitschlichter*innen an ihren Schulen tätige Schüler*innen angeboten, sowie ein Workshop für die Lehrer*innen von einer Trainerin der Gewaltakademie Villigst.

Aus organisatorischen Gründen fiel der diesjährige Tag leider kleiner als in den Vorjahren aus – nur 3 Schulen konnten mit knapp 40 Schüler*innen teilnehmen. Teilweise erschweren die langen Anfahrtswege im Kreis oder auch Klassenarbeiten eine Teilnahme. Wir freuen uns daher auf eine Fortsetzung der Kooperation mit der Akademie Ehrenamt im kommenden Jahr! Klaus-Peter Ottlik aus dem Vorstand der Akademie Ehrenamt betonte das Interesse an dem Thema bei seiner Begrüßung. Schließlich sind die jungen Streitschlicher*innen die Engagement-Träger von morgen- und nur mit viel Engagement wird eine Gesellschaft mit wachsenden Konflikten umgehen können.
Die LVHS bedankt sich bei allen mitwirkenden Trainer*innen und Schulen (Josef-Annegarn-Schule Ostbevern, Bischöfliche Realschule Warendorf und Realschule St. Martin aus Sendenhorst).

 

 

Karl Werring wurde zum neuen Präsidenten der Landwirtschaftskammer NRW gewählt

Unser Kuratoriumsvorsitzender, Herr Karl Werring, wurde am 8. Dezember auf der diesjährigen Hauptversammlung der Landwirtschaftskammer NRW in Bad Sassendorf zum Präsidenten der Landwirtschaftskammer gewählt. Die LVHS gratuliert Herrn Werring sehr herzlich zu diesem bedeutenden Ehrenamt und wünscht ihm Gottes Segen für die bevorstehenden Aufgaben.

Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) – Filmdokumentation über Tagung für Programmverantwortliche in Bildungseinrichtungen online

Vom 4.-5. Oktober 2017 fand in der LVHS Freckenhorst eine Tagung für Programmverantwortliche aus Bildungseinrichtungen in NRW statt.
In Kooperation mit der NUA NRW und unter Förderung der Stiftung Umwelt und Entwicklung folgten knapp 50 Vertreter/innen konfessioneller Bildungseinrichtungen, VHSen, Biologischer Stationen und BNE-Regionalzentren.
In 8 Workshops wurden didaktische und thematische Zugänge zu BNE konkret vermittelt.
Der Tagungsfilm dokumentiert in Interviews die mitwirkenden Workshop-Leiter/innen und gibt Einblicke in die aktuelle BNE-Debatte.

Wir bedanken uns bei Ann-Christin Ladermann von der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit im Bistum Münster, die die Tagung filmisch begleitet hat. Film ab!

www.youtube.com

Nicole Staudinger - von der Buchmesse in Frankfurt direkt zum Frauenkulturfrühstück in die Landvolkshochschule Freckenhorst


Nicole Staudinger, „Schlagfertigkeitsqueen“ in jeder Situation wortgewandt und majestätisch reagieren", so fesselte sie die 140 anwesenden Frauen während der Veranstaltung.
Frau Staudinger berichtete sehr authentisch, aber auch humorvoll aus ihrem Leben – Ein Leben zwischen Kindern, Karriere und Krebs - !

Sie hatte sich gerade selbständig gemacht, als sie an Brustkrebs erkrankte.
Sie beschloss trotz Therapien wie Chemo und OP weiter an ihrer Karriere als Autorin und Trainerin zu arbeiten. Sie berichtete sehr spannend von ihren Erfahrungen und Reaktionen der Umwelt auf die Erkrankung. Während der Therapie war sie unter Gleichgesinnten, in einem sogenannten „Schutzraum“, danach wieder im alltäglichen Leben.

Frau Staudinger beschreibt die Situation, dass Männer in ihrem Handeln sehr schlagfertig und durchsetzungsfähig sind, während Frauen oft lang überlegen und sich später ärgern, dass sie z.B. in einer Arbeitssitzung nicht konterten, obwohl sie fachlich voll in der Materie standen.
Schlagfertigkeit also eine typisch männliche Eigenschaft?

Die zertifizierte Trainerin zeigt alltägliche Kommunikationsstrukturen auf und ermutigt Frauen, nicht lediglich nett zu Lächeln und sich in Zurückhaltung zu üben, sondern, schlagfertig und selbstbewusst aufzutreten. Auch unter Frauen, in der Familie oder Nachbarschaft gilt es bei bestimmten Äußerungen seinen Schutzschild gedanklich oder bildlich aufzuziehen und in der Körperhaltung Standfestigkeit zu zeigen. Ihr Buch ermutigt Frauen sich im schnellen kontern zu üben, verschiedenste Techniken und Antworten werden aufgezeigt; jede muss probieren was zu ihr passt…
Beispiel: „Potzblitz“ als kurzer Zweisilben-Konter, wenn mir gerade nichts einfällt oder einfach ironisch antworten.

Ihre beiden Bücher, "Brüste umständehalber abzugeben" und "Schlagfertigkeitsqueen" waren jeweils Spiegelbestseller.

Ein besonderer Dank gilt der Sparkasse Münsterland Ost, die die Veranstaltung gefördert hat!

Hildegard Freßmann-Sudhoff

Vom Schaf zum Schal - Ein Einblick in alte Kulturtechniken



Dass wir in der LVHS manchmal auch spinnen, bestätigte sich bei unserem Seminar „Vom Schaf zu Schal“. Erstmalig trafen sich dazu 14 spinnbegeisterte Frauen und erlebten an drei Tagen den ganzen Prozess von der Schafhaltung über die Wollgewinnung und das Spinnen sowie Färben bis hin zum fertigen Schal. Als Einstieg besuchte die Gruppe die kleinen Wolllieferanten auf dem Emshof in Telgte, anschließend wurde mit der dort abgeholten Rohwolle weitergearbeitet: vom Zupfen, Waschen, Trocken, Kardieren, Kämmen bis zum Spinnen des eigenen Wollfadens oder dem Nass-Filzen war unter der fachkundiger Anleitung der Schafhalterin und Referentin Anne Fischer alles dabei. Dabei stellten die Teilnehmerinnen fest, dass Spinnen ein echtes Handwerk ist, zu dem viel Erfahrung gehört, bis ein wirklich feiner Faden entsteht! Erschöpft, aber glücklich, hielten Spinn-Erstlinge wie Spinn-Erfahrene am Sonntag je einen fertigen Schal in den Händen! Für einige steht fest, dass das Spinnen ihr neues Hobby werden kann!

 

 

VITAL.NRW im Kreis Warendorf – Regionalmanagement hat Sitz an der LVHS Freckenhorst

Der geschäftsführende Vorstand mit der neuen Regionalmanagerin Jana Uphoff.
V.l: Bürgermeister Carsten Grawunder, Regionalmanagerin Jana Uphoff, Bürgermeister Wolfgang Annen und LVHS-Direktor Michael Gennert.

VITAL.NRW ist ein neues Förderprogramm des Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums NRW. Das Programm unterstützt innovative Projekte der Kommunen, Vereine und anderer Gruppen in den Regionen, die zur regionalen Entwicklungsstrategie beitragen. Dazu zählen Projekte, die sich mit dem demographischen Wandel, der Klimaveränderung und dem Strukturwandel in der Region beschäftigen. Diese VITAL-Förderung wurde neben 9 weiteren Regionen in NRW auch dem Kreis Warendorf angeboten. Um diese Förderung zu nutzen, haben die acht Kommunen Beelen, Drensteinfurt, Ennigerloh, Oelde, Ostbevern, Sendenhorst, Sassenberg und Warendorf sich gemeinsam mit sozialen und wirtschaftlichen Partnern aus der Region zusammengeschlossen und den Verein „8Plus-VITAL.NRW im Kreis Warendorf e.V.“ gegründet.
Seit Juni 2017 hat der Verein für das Regionalmanagement ein Büro an der LVHS in Freckenhorst eingerichtet. Zu den Aufgaben des Regionalmanagements gehört die Koordinierung des Förderprogrammes sowie die Umsetzung der lokalen Entwicklungsstrategie und die Betreuung und Beratung von Projektträgern. Mit dem neuen Förderprogramm ist der Verein „8Plus-VITAl.NRW im Kreis Warendorf e.V.“ sehr zuversichtlich bürgernahe innovative Projekte zur Entwicklung im ländlichen Raum umsetzen zu können.

Weitere Informationen unter www.8plus-vital.nrw.
Ansprechpartner:
Jana Uphoff
Tel.: 02581 9570262
Mail: regionalmanagement@8plus-vital.nrw

 

 

Die LVHS trauert um Heinz Sudhoff

 

Am Dienstag, den 4. Juli verstarb völlig überraschend Herr Heinz Sudhoff, Gründungsmitglied und ehemaliger erster Vorsitzender unseres Kuratoriums sowie Ehrenmitglied der Ehemaligengemeinschaft.

Der Landvolkshochschule hat er über Jahrzehnte unendlich viel Gutes in seinen ehrenamtlichen Diensten getan. Wir gedenken seiner in großer Dankbarkeit. Unser tiefes Mitgefühl und Gebet gilt seiner lieben Frau und aller, die um ihn trauern.

Pfingstfestival – LVHS Freckenhorst, Manege frei!

 

Aktion, Musik, Kreativität und Austausch
Mit dem Zirkus Zapp Zarapp übten Kinder wie Erwachsene Akrobatik, Artistik, Zauberei und Clownerie.  Neben Jonglieren und Balancieren gehörte auch das Feuerspucken zum Programm.
Einfach spitze was die pädagogischen Mitarbeiter des Projekt-Zirkus in zwei Tagen mit den 80 Teilnehmern auf die Beine stellten.
In der Kapelle fand mit Bea Nyga, Sängerin und Musikpädagogin (in der LVHS seit Jahren bestens bekannt) für Groß und Klein ein Chorprojekt statt.
Ein kreatives Angebot zu Beginn mit dem Künstler Markus Maier mit flexipaint sowie das Stress- und Entspannungsmanagement für Frauen und Männer mit der Bildungsreferentin Katja Orthues.
Den Pfingstgottesdienst feierte Pfarrer Bernd Hante mit den Teilnehmern.
Abschluss bildete ein „Internationaler Frühschoppen mit Promis“ der LVHS
Resümee der Seminarleiterin Hildegard Freßmann-Sudhoff, das war eine gelungene
Veranstaltung.

 

 

Krüßing 2017: Christen gestalten das Land

Anlässlich des diesjährigen Krüßing-Festes hielt die ehemalige Ministerpräsidentin des Freistaates Thüringen, Christine Lieberknecht, in der LVHS ein leidenschaftliches und engagiertes Plädoyer zum gesellschaftspolitischen Auftrag der Kirchen 500 Jahre nach der Reformation. Zum Festvortrag unter dem Titel „Christen gestalten das Land“ kamen auch Landrat Dr. Olaf Gericke und die Landtagsabgeordnete Astrid Birkhahn in die Gartenhalle der LVHS.

LVHS-Gartentage unterwegs in Hannover und Bielefeld


(Teilnehmer der Frühlings-Gartentage)

 

Klirrende Kälte und Nordwind erfrischten den Besuch der LVHS-GartenTage in den Herrenhäuser Gärten am vergangenen Dienstag. Die 59 Teilnehmenden ließen sich jedoch ihre Garten-Euphorie nicht nehmen!
Bei Hagel und Sonnenschein (April!) erkundeten die Gartenbegeisterten den „Berggarten“ in Hannover – einen der ältesten Botanischen Gärten Deutschlands – mit der größten Orchideen-Sammlung Deutschlands und über 12.000 Staudenkulturen. Anschließend ging es in den bezaubernden Privatgarten-Pristin  http://pristin.de/, der aktuell auch mit zwei Beiträgen in der LandLust erwähnt ist. Den großartigen Abschluss der Tagesexkursion bildete der Besuch des Museums-Hof Senne in Bielefeld. Koch Silvio Eberlein begrüßte herzlich die – zu früh (!) angereiste Gruppe – und führte sie anschließend durch den hauseigenen Kräutergarten, die Backstube und das historische Handwerkerhaus. Spätestens beim Abendessen im Concarneau war das Eis gebrochen – und es war klar, dass die GartenTage auch trotz Wetterkapriolen gerne auf Tagesexkursion gehen! Die Morgenmeditation am nächsten Morgen und die Vorträge der Gartenarchitektin Brigitte Röde (Köln) und der Buchautorin Anja Birne bildeten den Abschluss von drei gelungenen Tagen – wir freuen uns schon jetzt auf den Herbst!

Ministerin besuchte LVHS

Die nordrhein-westfälische Ministerin Svenja Schulze – seit 2012 zuständig für Wissenschaft, Innovation und Forschung  im Land NRW- besuchte gemeinsam mit Spitzenvertretern der SPD im Münsterland am 20.04.2017 die Landvolkshochschule. Die Politikerinnen Andrea Kleene-Erke (WAF-Nord) und Anette Watermann-Krass (WAF-Süd) treten bei der anstehenden Landtagswahl am 14.05.17 für ihre Wahlkreise im Kreis Warendorf an, Frau Schulze wirbt erneut um ein Direktmandat im Wahlkreis Münster-Süd. Begleitet wurden die drei Politikerinnen u.a. von Herrn Daldrup (MdB), Andreas Hornung, Franz-Ludwig Blömker und Wolfgang Stücker für die SPD im Kreis Warendorf.

Nach einer Begrüßung mit (alkh.-freiem) Melissen-Sekt und einer Vorstellung der Nachhaltigkeits-Kriterien der LVHS-Küche durch Küchenleitern Angela Schröder stellten Karin Ziaja (Fachbereichsleiterin) und Präses Bernd Hante die Geschichte und die aktuelle Arbeit der LVHS in ihren sieben Fachbereichen der LVHS vor. Großes Interesse fand die Vorstellung innovativer Projekte im Bereich „Umweltbildung“. Neben traditionsreichen Kursen wie den „GartenTagen“ bietet der Fachbereich 5 z.B. Pedelec-Touren zu Standorten Erneuerbarer Energien oder das Projekt „Von Hof zu Hof- Woher kommen eigentlich unsere Lebensmittel“ mit Gesprächen zwischen Erzeugern und Verbrauchern erfolgreich an.
Auch die neuen regionalen Obstsäfte, die die LVHS ihren Gästen neuerdings anbietet, fanden bei den Gästen Anklang. Im Gespräch wurde deutlich, dass im Bereich „Regionalität“ noch großer Handlungsbedarf besteht. So schlug Fr. Watermann-Krass eine Stärkung regionaler Vermarktungsstrukturen künftig durch „Regionalmanager“ vor, für die sie sich politisch stark machen wolle. Alle betonen, dass künftig Anstrengung notwendig ist, um den ländlichen Raum weiter attraktiv zu halten. Den Abschluss bildete ein Besuch der lichtdurchfluteten LVHS-Hauskapelle und eine kleine Übung auf der Team-Wippe im Niedrigseilgarten: Ausgelassen gelang dem SPD-Team kurzzeitig eine Balance… Wir bedanken uns für den Besuch und freuen uns auch über künftige Besucher von Politikern und ihren Teams und Mitstreitern.

Benefizkonzert des Inner Wheel Club Warendorf e.V. in der LVHS

Sehr gut besucht war das Benefizkonzert am Sonntag, 12. März 2017, das der Inner Wheel Club Warendorf in der LVHS Freckenhorst organisiert hat.
Die Einnahmen gehen zur Organisation "Fitkids" - Hilfe für Kinder suchtkranker Eltern.

Mitwirkende waren: Die Chorgemeinschaft Freckenhorst e.V. unter der Leitung von Viola Externest, der Freckenhorster Kinder- du Jugendchor e.V. unter der Leitung von Birgit Kreuth, Harfe: Ricarda Kreutz

 

 

Franz Müntefering in der LVHS – Abendgespräch mit Rotary und Lions Club

„Martin Schulz gut – SPD gut – Glück auf“ – mehr war Franz Müntefering zum aktuellen Zustand seiner Partei nicht zu entlocken. Der ehemalige Vizekanzler und SPD-Vorsitzende war auf Einladung von Rotary-Präsident Tilman Berens und LVHS-Direktor Michael Gennert in die Landvolkshochschule nach Freckenhorst gekommen. In der gut gefüllten Gartenhalle sprach Müntefering vor den Mitgliedern des Warendorfer Rotary und Lions Club über die Gestaltung des demographischen Wandels.
Fernab aller Wahlkampftöne ging Müntefering in seinem einstündigen Vortrag sowohl auf die globalen als auch deutschen Herausforderungen der Demographie ein. Ein besonderer Blick galt dabei den noch zu wenig genutzten kommunalen Gestaltungsspielräumen, dem Zusammenspiel von Familie und Beruf und – als ehemaliger Arbeitsminister – der Frage nach den beruflichen Perspektiven der Frauen. „Es kann nicht sein, dass das Zusammenschrauben von Autos auf dem Arbeitsmarkt mehr wertgeschätzt wird als die Pflege alter Menschen oder der Erziehungsauftrag im Kindergarten“, so Müntefering in seiner gewohnt pointierten Art. Auch die Bildungspolitik kam mit einem Plädoyer für den Erhalt der dualen Ausbildung in der Fläche an dem Abend nicht zu kurz. Auf Nachfragen ging Müntefering auch auf die schwierige Situation in Europa ein und warnte deutlich vor einer Abschottung einzelner Staaten. Im Grundton dennoch stets zuversichtlich erinnerte er in diesem Zusammenhang an die drei Grundeigenschaften von Politikern nach Max Weber: Verantwortungsbewusstsein, Augenmaß („das Schwierigste“) und Leidenschaft („die fehlt hier oftmals“). „Demokratie ist kein Schaukelstuhl“ – so Müntefering und rief die Anwesenden zum aktiven zivilgesellschaftlichen Einsatz auf („Wir können nicht allen helfen, aber das ist kein Argument, nichts zu tun“), womit er bei den beiden Warendorfer Serviceclubs offene Türen einrannte. Zum Schluss ging es dann doch noch einmal um die aktuelle Politik. Für die bevorstehenden Wahlkämpfe gab Müntefering „den im Bundestag vertretenen Parteien und der FDP“ mit auf den Weg, in der Sache kräftig zu streiten, aber die gemeinsamen demokratischen Grundwerte deutlich stärker als bisher zu betonen und zusammen zu leben.

Erster Interreligiöser Stadtspaziergang

Am Freitag, 9. Dezember hat die LVHS in Kooperation mit dem Kreiscaritasverband Warendorf zum ersten „interreligiösen Stadtspaziergang“ durch Warendorf eingeladen. 25 interessierte Bürger, die teilweise aktuell in der Flüchtlingshilfe aktiv sind, sind mitgegangen. Gemeinsam mit Religionsvertretern und Vertretern von Initiativen wurden verschiedene Aspekte religiösen Lebens in Warendorf beleuchtet. Der Nachmittag  war Teil einer dreiteiligen Veranstaltung „Religion verstehen – Wege miteinander gehen“ – die von Land NRW im Programm „KOMM AN“ finanziert worden ist.
Kreisdechant Peter Lenfers führte zu Beginn durch die gotische Hallenkirche im Herzen Warendorfs. Nicht allen war das Schicksal der hölzernen Maria bekannt, die 2009 angebrannt, aber inzwischen hinter Glas geschützt im prächtigen Kleid weiter stark verehrt wird. Anschließend führte Matthias Ester vom Arbeitskreis jüdisches Leben in Warendorf zur ehemaligen Synagoge, in der am 7. September 1945  (dem jüdischen Neujahrstag) der erste jüdische Gottesdienst nach der Shoah im Münsterland, unter Unterstützung der britischen Alliierten stattgefunden hatte.
Anschließend begrüßte Selehattin Zeylek, seit 2 Monaten neuer Imam der türkischen D.T.I.B.-Gemeinde in Warendorf ist, die Gruppe im Gebetsraum der Moschee an der Wallpromenade. Gemeinsam mit Veli Firtina, dem stellvertretenden Vorsitzenden der DITIB-Gemeinde,   erläuterten sie die verschiedenen Gebetsformen in der Moschee. Anschließend betete die Gruppe gemeinsam in der Moschee das Gebet der Vereinten Nationen - ein bewegender Moment. Den Abschluss des 4-stündigen Nachmittags bildete ein herzlicher Empfang in den Räumlichkeiten des Westfälischen Bildungsvereins WeBiKul e.V.. Emre Yildiz erläuterte gemeinsam mit Herrn Firtina die Ziele des jungen Kulturvereins  - nicht ohne die Gruppe nach ihrer Wanderung durch Warendorf mit kleinen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Ein gelungener Nachmittag, der hoffentlich eine Weiterentwicklung der interreligiösen Dialoges in Warendorf angestoßen hat.

9. Kreis-Streitschlichter-Tag in der LVHS Freckenhorst

Rund 100 Schülerinnen und Schüler aus sechs Schulen im Kreis Warendorf haben am 9. Kreis-Streitschlichter-Tag, den Akademie Ehrenamt und die LVHS gemeinsam organisieren, teilgenommen. Auch der WDR berichtete in der Lokalzeit über die 7 Workshops zu aktuellen Themen rund um Konfliktlösung und Mobbing. Im Workshop von „The Global Experience“ ging es z.B. um Vorurteile und Stereotype, die weltweit bestehen. Marah und Jaffa berichteten dabei aus ihren Erfahrungen aus Syrien.

LVHS-Jahresprogramm 2017 erschienen

Das Pädagogen-Team der LVHS:
Klaus Woste, Direktor Michael Gennert, Präses Bernd Hante, Hildegard Freßmann-Sudhoff, Josef Everwin und Karin Ziaja (v.l.n.r.)

Mit über 400 Kursen präsentiert das Pädagogen-Team der Katholischen Landvolkshochschule (LVHS) "Schorlemer Alst" in Freckenhorst das soeben erschienene Jahresprogramm für das kommende Jahr 2017. "Auf 180 Seiten", so Direktor Michael Gennert, "wird auch im kommenden Jahr in der geschätzten Vielfalt unseres Bildungsangebotes sicher für jeden ein ansprechendes Seminar dabei sein." Bekannte Namen aus Politik (Franz Müntefering), Kirche (Bischof Anba Damian) und Kultur (Justus Frantz) sind ebenso im Jahresprogramm zu finden wie ganz besondere Vorträge, z. B. zum bevorstehenden Reformationsjubiläum über theologische Überlegungen zur ökumenischen Abendmahlsgemeinschaft.
Einen ersten Einblick in die sieben Fachbereiche gaben jetzt die pädagogischen Mitarbeiter der LVHS. So wird die bewährte Weiterbildung zur Trauerbegleitung in 2017 mit einem neuen Konzept fortgesetzt, erläuterte Klaus Woste, der den theologischen Fachbereich leitet. "Der LVHS ist es gelungen, mit Professor Dr. Arnold Langenmayr von der Universität Duisburg einen namhaften Referenten zu gewinnen, der den Bundesverband für Trauerbegleitung mit gegründet hat." Ein Informationsabend ist am 10.11.2016 in der LVHS vorgesehen. Ebenso neu startet ab Januar 2017 eine dreijährige berufsbegleitende Fortbildung in existenzanalytischer-logotherapeutischer Beratung, für die noch Plätze frei sind.
Für die Lebens- und Arbeitswelt im ländlichen Raum verweist Fachbereichsleiter Josef Everwin auf den vom 12.6. bis 15.6.2017 erstmals angebotenen Hauptkurs 50plus. "Gerade in den aktuell schwierigen Zeiten, in denen sich die Landwirtschaft befindet, wollen wir Betriebsleitungen in der Lebensmitte eine Zeit zum Aufatmen und zur Standortbestimmung anbieten." Selbstverständlich steht zu Jahresbeginn auch wieder der vierwöchige Internationale Hauptkurs auf dem Programm, zu dessen Zertifikatsvergabe bereits Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke sein Kommen zugesagt hat. Fortgesetzt werden auch die winterlichen Abendgesprächskreise in Zusammenarbeit mit der Katholischen Landvolkbewegung, die im kommenden Jahr die Beziehung von Familie und Hof aufgreifen.
Karin Ziaja, die den Fachbereich „Umwelt, Gesundheit, Soziales“ leitet, hebt eine neue Tagung zur „Gartentherapie“ hervor, die vom 13.11. bis 15.11.2017 mit Referenten der Internationalen Gesellschaft Garten-Therapie in der LVHS stattfinden wird. "Interessierte aus Pflege- und Sozialberufen, (Heil-)Pädagogen als auch Gärtner/innen erhalten in Vorträgen, Workshops und einer Exkursion zu einem Klinik-Sinnesgarten Einblicke in ein neues Themen- und Berufsfeld." Zwei neue Bildungsurlaube „Nachhaltiges Bauen und Sanieren“ (5.4. bis 7.4.2017) und „Nachhaltigkeit und Konsum - fair und ökologisch – ist das möglich?“ (7.11. bis 9.11.2017) erwarten interessierte Arbeitnehmer/innen in der LVHS. Richtig in Bewegung kommen die Teilnehmer bei den beiden „mobilen“ Bildungsurlauben per Rad: „Von Hof zu Hof – woher kommen eigentlich unsere Lebensmittel“ (2.5. bis 5.5.2017) und „Die Energiewende im Münsterland er-fahren“ (26.6. bis 30.6.2017), die aufgrund des hohen, auch bundeweiten Interesses, wiederholt angeboten werden.
Traditionell fest verankert ist die Familienbildung in der LVHS Freckenhorst. „Familien zu stärken - das ist vom christlichen Menschenbild wie vom Grundgesetz her ein Kernauftrag der Familienbildung“, betont Hildegard Freßmann-Sudhoff, die für die Familienbildung in der LVHS verantwortlich ist. Angebote für Eltern und Kinder, Großeltern und Enkel, Mütter und Töchter oder Väter und Söhne werden auch im kommenden Jahr kontinuierlich weiterentwickelt. Schon jetzt wird auf das große Familienfestival zu Pfingsten 2017 hingewiesen, das unter dem Motto "Manege frei" Eltern wie Kindern viel Raum für Kreativität, Musik und Gespräche geben wird. Ein besonderes Highlight für Frauen ist die Fortsetzung des Frauen-Kultur-Frühstücks im Winterhalbjahr mit seinen abwechslungsreichen Themen.
Auf das besondere Angebot zur Supervision für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit verweist Diözesanpräses Bernd Hante, zu dem sich Interessierte in der LVHS melden können, um präventiv die eigenen Möglichkeiten ihres Handelns zu aktivieren. Für den Fachbereich "Beruf, Gesellschaft, Politik" wird auf das neue Führungskräftetraining ab April hingewiesen, das sich an Mitarbeitende im kirchlichen und sozialen Raum richtet. Abschließend nannte das LVHS-Team mehrere attraktive Angebote für Menschen, die gerne aktiv musizieren: Freunde des geistlichen Chorgesanges können unter neuer Leitung von Prof. Dr. Hans Jaskulsky in der „Heinrich Schütz Woche“ vom 23.7. bis 30.7.2017 anspruchsvolle Vokalmusik zwischen Reformation und Gegenreformation einstudieren. Liebhaber des Jazzchorgesanges finden vom 10.2. bis 12.2.2017 das Seminar ihrer Wahl mit Herrn Hendrik Herrmann Außerdem gibt es Angebote zu Gospelgesang, zum Blockflötenensemblespiel und die herzliche Einladung, bei Interesse im Seniorenorchester der LVHS mitzuspielen, das nun bereits über 20 Jahre mit seinen Konzerten die Herzen der Zuhörer erfreut.
Weitere aktuelle Angebote sind auch nach Drucklegung in der Entwicklung und werden laufend auf der Homepage und der Facebook-Seite der LVHS veröffentlicht. Das neue Programmheft steht bereits jetzt zum Download auf unserer Homepage bereit oder kann zum Versand per Post angefordert werden unter Tel.: 02581/94 58-231/237, Mail: lvhs-freckenhorst@bistum-muenster.de

 

 

2. Stammtischtreffen Jungbauern 1965

Zum 2. Stammtischtreffen trafen sich zum  Novemberbeginn 2016 die Kursteilnehmer aus dem Jungbauernkurs 1965 wieder
Fachbereichsleiter Josef Everwin vermittelte zum Thema „ Älter werden auf dem Lande!“ Impulse - Denkanstöße und positive Lebensauffassungen, die zu einer aktiven lebenswerten Zukunftsperspektive auch im Alter  möglich und wünschenswert sind.

 

 

Ehrenamtspreis 2016

Bis zum 31. Oktober 2016 können sich Vereine, Initiativen und Institutionen aus dem Kreis Warendorf um den „Ehrenamtspreis 2016“ bewerben.
Seit 2004 verleiht die Akademie Ehrenamt e. V.   – die in der LVHS ihren Sitz hat - mit Unterstützung der Sparkassen im Kreis Warendorf im 2-Jahres-Rhythmus diesen Preis. Er ist mit insgesamt 5.000 € dotiert.
Der Ehrenamtspreis steht in diesem Jahr unter dem Leitgedanken „Kultur leben – Kultur erleben“. Bewerber sollen ihre Erfolgsrezepte darstellen, mit denen sie in besonderem Maße das kulturelle Leben im Kreis Warendorf stärken, mitgestalten, weiterentwickeln und wie sie anderen Menschen die Teilnahme am Kulturleben ermöglichen. „Wir möchten das ehrenamtliche Engagement die es in der ehrenamtlichen Kulturarbeit in unserem Kreis gibt, gerne in besonderem Maße hervorheben“, erläutert Akademie-Vorsitzender Franz-Ludwig Blömker. 
Im Anschluss an die Bewerbungsfrist wird eine Jury die Preisträger ermitteln, die voraussichtlich im März, während einer Feierstunde bekannt gegeben werden.

Der Flyer zum Ehrenamtspreis 2016 liegt in allen Sparkassenfilialen und Rathäusern im Kreis  Warendorf aus. Der Flyer und das Formular für eine Bewerbung stehen auch im Internet
unter www.akademie-ehrenamt.de zum Download bereit. http://www.akademie-ehrenamt.de/ehrenamtspreis2016.php

Frauen- Kultur- Frühstück mit Anna Magdalena Bössen

Die Rezitatorin Anna Magdalena Bössen (r.) in der Pause beim Signieren ihres Buches
Anna Magdalena Bössen auf der Bühne der LVHS mit einem Teil des Auditoriums

Bin ich Deutschland? Diese Frage stellte am Montag Anna Magdalena Bössen aus Hamburg beim Frauen-Kultur-Frühstück vor mehr als 70 Zuhörerinnen in der Landvolkshochschule Freckenhorst. Studiert hat sie in Stuttgart Rezitation, dann aber, mit etwas über 30, hat sie ihre Zelte in Hamburg abgebrochen und sich für zwei Jahre auf eine Fahrrad-Walz durch Deutschland begeben – 2014 durch Nord- und Ostdeutschland und im vergangenen Jahr in den Westen und Süden der Republik. Im Gepäck einen gelben Koffer und vor allem ein Literaturprogramm, mit dem sie auf vielen Bühnen stand, in Theatern, aber auch in Klassenzimmern, in Kirchen und Kulturzentren, auf Wiesen und Schiffen und im Pferdestall. Jetzt machte sie auf Einladung von Hildegard Freßmann-Sudhoff, pädagogische Mitarbeiterin der Freckenhorster Bildungsstätte, Station. Dies nicht mehr mit dem Fahrrad, wohl aber mit der Frage: „Bin ich Deutschland?“ Und weiter: „Kann ich Heimat an einem bestimmten Ort finden oder nur in mir selbst?“
Es sollte ein faszinierender Vormittag werden, ebenso ernsthaft wie heiter. Zunächst gab es Reise-Erfahrungen. In Ostdeutschland war als Erstes die Ansage, dass es an dem betreffenden Ort wunderschön sei, erforderlich, – dann war das Eis gebrochen. Die gleiche Wertung in Bayern brachte ihr dagegen nur ein „joa mei“ ein. In manchen Gegenden war sie auf ihren Touren meilenweit allein, im Ruhrgebiet aber immer von Menschen umgeben. Bereitete die Frage nach der Heimat in manchen Regionen Stirnrunzeln, so habe ihr eine junge Frau auf der Hallig Hooge gesagt, dass sie dort ganz dicke Wurzeln habe. Anna Magdalena Bössen: „Und in Bayern kann man Heimat sogar anziehen (inzwischen auch bundesweit), trinken, essen, und es gibt sogar ein Heimatministerium“ – Heiterkeit. Dann trägt sie ein Gedicht von Hilde Domin vor, in dem es heißt: „Man muss weggehen können und doch sein wie ein Baum, als bliebe die Wurzel im Boden…“ – Nachdenklichkeit.
Und diese beiden Gemütszustände sollten sich an diesem Morgen immer wieder abwechseln, bei den zitierten Gedichten, bei eingespielten, musikalisch untermalten  Fotos, die sie selbst während ihrer Touren gemacht hat.
Zum Schluss hin dann die Frage: „Wie wollen wir in Zukunft leben, wie überlassen wir der nächsten Generation unser Land, unseren Planeten?“ Viele erschreckende Bilder der Gegenwart, Kriege und Flüchtlingsdramen, schiebe man oftmals hilflos zur Seite.
Frau Bössen lässt sich von den Frauen dann typische deutsche Eigenschaften zurufen. Wie zu erwarten: Pünktlichkeit, Fleiß, Gerechtigkeitssinn… Eine Eigenschaft aber, auf die sie abzielt, lässt auf sich warten und wird schließlich von einer anwesenden Norwegerin genannt: humorvoll! Gepaart mit einer hochentwickelten Kultur, wissenschaftlichem Forscherdrang und vielschichtigem Können müsse uns damit eigentlich nicht Bang um die Zukunft sein, so die Referntin.
Von sich selbst sagte Anna Magdalena Bössen nach 8160 mit dem Fahrrad zurückgelegten Kilometern und vielen, oftmals sehr persönlichen Begegnungen: „Ich habe einen anderen Blick auf unser Land gewonnen, ja, ich spreche heute sogar von Liebe zu meinem Land.“ Wie schon gesagt, wurde es – von den Teilnehmerinnen bestätigt – ein anregender, beglückender Morgen.
Allerdings, von ihrem Buch „Deutschland. Ein Wandermärchen“ , erschienen im Verlag Ludwig, hatte sie nicht genügend Exemplare dabei…

“Von Hof zu Hof” – Woher kommen eigentlich unsere Lebensmittel?

Melkroboter im Visier auf dem Hof Große Kintrup
Geduldiges Erklären im Schweinestall Hof Boge

Beim Bildungsurlaub per Fahrrad besuchten Gäste der LVHS Ende Mai 2016 landwirtschaftliche und weiterverarbeitende Betriebe und kamen dabei mit Erzeugern ins Gespräch
„Hochinteressant, sehr erlebnisdicht...und mit vielen neuen Erkenntnissen“; „Leider waren es nur 4 Tage!“, „So sieht moderne Landwirtschaft aus – da habe ich wohl die letzten 20 Jahre vieles verpasst…“, „Meine Achtung vor dem Berufsstand des Landwirtes ist deutlich gestiegen“– so und ähnlich lauteten die Rückmeldungen der Teilnehmer nach einem ereignisreichen Bildungsurlaub per Fahrrad kreuz und quer durch den Kreis Warendorf, Handorf und Harsewinkel.
16 Teilnehmende aus Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern nahmen das Angebot der LVHS wahr, Ackerbau-, Milchvieh-, Schweine- und Geflügelzuchtbetriebe näher kennenzulernen. Gemeinsam wurden per Rad die Höfe angesteuert. Neun Betriebsleiter/innen und ihre Familien nahmen sich für die Gäste jeweils viel Zeit, um Einblicke in Betriebsstrukturen und hinter die Stalltüren zu ermöglichen. So wurde die Gruppe z.B. sehr herzlich von Familie Boge in Telgte empfangen. Hinrich Boge erläuterte geduldig den Ablauf in Sauenhaltung und Schweinemast und führte durch den Stall. Ein Computer erleichtert den Überblick über mehrere tausend Tiere, die jährlich die Mast durchlaufen. Welches Ferkel darf als nächster Eber im Stall verbleiben? Wie viele Ferkel wirft eine Sau? Alle Fragen wurden ausführlich beantwortet. Beim Hof Afhüppe in Neuwarendorf erfuhr die Gruppe neben den Besonderheiten der Bullenmast, wie sensibel eine Biogasanlage arbeitet und wie regelmäßig die Arbeiten im Stall aber auch an der Technik erfolgen müssen. „Sie müssen ja Tierarzt, Ingenieur und Kaufmann in einem sein“ – so die häufige Feststellung der Gäste. Mehrfach wurde auch die Frage erörtert, ob Landwirte überhaupt Zeit für eigenen Urlaub hätten. „Wenn meine Kinder aus dem Studium zurückkommen, nehme ich nach 10 Jahren meinen ersten Urlaub“ – war eine der häufigen Antworten. Beim Besuch auf dem großen Milchviehbetrieb Große Kintrup wurde aus nächster Nähe der Melkroboter bestaunt, der vielen Teilnehmern noch unbekannt war. Es wurde deutlich, dass zur fachgerechten Erzeugung der Lebensmittel auch ein schlüssiges Vermarktungskonzept gehört, bei dem inzwischen jeder Hof eigene Wege geht, sei es über den Großhandel, den lokalen Einzelhandel oder die Direktvermarktung, welche aber nicht für jeden Betrieb eine Lösung ist.
Neben den differenzierten Einblicken in die Betriebe erlebte die Gruppe die Schönheit der Region. So führte der Emsradweg über 25 km die Teilnehmer am letzten Tag bis zum Bioland-Hof Strotdrees nach Harsewinkel. Ein mobiler Hühnerstall begeisterte und verdeutlichte, wie flächenintensiv Landwirtschaft ist…zurück auf dem Fahrrad wurde auf dem Rückweg vieles reflektiert. Eine Fortführung im nächsten Jahr wurde gewünscht!

Eine Kursteilnehmerin der Ausbildung zur „seelsorglichen Begleiterin in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen“, die jüngst in der LVHS stattgefunden hat, berichtet über Ihren Einsatz und Ihre Erfahrungen.

Hier zum Artikel des Bistums Münsters

3. Freckenhorster Wirtschaftsdiskussion mit Weihbischof Zekorn

Hochkarätig besetzt war das Podium des diesjährigen Freckenhorster Forums „Wirtschaft trifft Kirche – Kirche trifft Wirtschaft“ in der LVHS. Mit dem Vorstandsvorsitzenden der KfW-Bankengruppe, Dr. Ulrich Schröder aus Frankfurt/M., konnte einer der wichtigsten Banker in Deutschland gewonnen werden. Unter der Gesamtfragestellung „Wie motiviert Wirtschaft?“ betonte Schröder die Grundprinzipien der katholischen Soziallehre und lehnte zugleich eine einseitige Ausrichtung von Unternehmenszielen auf Profitmaximierung ab. Sein Führungscredo lautete „Führen durch Fragen“. Als zweiter Podiumsteilnehmer sprach Johannes Schulte-Althoff vom Vorstand der Agravis Raiffeisen AG aus Münster/Hannover. Auch er betonte in Anlehnung an den Genossenschaftsgedanken aus Gründungszeiten des Unternehmens die Wichtigkeit der Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern. Zudem fand er deutliche Worte zu den aktuellen pauschalen Verurteilungen des landwirtschaftlichen Berufsstandes in der Öffentlichkeit. Für ein ausgeglichenes Verhältnis von Solidarität und Subsidiarität trat Weihbischof Dr. Stefan Zekorn in seinem Statement ein. Am Beispiel der gegenwärtigen Nullzinspolitik der EZB kritisierte er deren zu stark auf Solidarität mit den südlichen Ländern ausgerichtete Geldpolitik. Mit einer Weltpremiere endete das diesjährige Forum. Weihbischof Zekorn zitierte aus dem Vorwort von Papst Franziskus zum neuen Sozialkatechismus für Jugendliche „Docat“, der erst am 26. Juli während des Weltjugendtages in Krakau veröffentlich werden wird.

Zum Artikel des Bistums Münster

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Margret Steentjes

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30. Okt. - 20. Dez. 2019


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Mittwoch, 30. Oktober 2019,
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