Neues aus der LVHS

LVHS Freckenhorst - Ihr Lern- und Begegnungsort im Grünen

Benefizkonzert des Inner Wheel Club Warendorf e.V. in der LVHS

Sehr gut besucht war das Benefizkonzert am Sonntag, 12. März 2017, das der Inner Wheel Club Warendorf in der LVHS Freckenhorst organisiert hat.
Die Einnahmen gehen zur Organisation "Fitkids" - Hilfe für Kinder suchtkranker Eltern.

Mitwirkende waren: Die Chorgemeinschaft Freckenhorst e.V. unter der Leitung von Viola Externest, der Freckenhorster Kinder- du Jugendchor e.V. unter der Leitung von Birgit Kreuth, Harfe: Ricarda Kreutz

 

 

Franz Müntefering in der LVHS – Abendgespräch mit Rotary und Lions Club

„Martin Schulz gut – SPD gut – Glück auf“ – mehr war Franz Müntefering zum aktuellen Zustand seiner Partei nicht zu entlocken. Der ehemalige Vizekanzler und SPD-Vorsitzende war auf Einladung von Rotary-Präsident Tilman Berens und LVHS-Direktor Michael Gennert in die Landvolkshochschule nach Freckenhorst gekommen. In der gut gefüllten Gartenhalle sprach Müntefering vor den Mitgliedern des Warendorfer Rotary und Lions Club über die Gestaltung des demographischen Wandels.
Fernab aller Wahlkampftöne ging Müntefering in seinem einstündigen Vortrag sowohl auf die globalen als auch deutschen Herausforderungen der Demographie ein. Ein besonderer Blick galt dabei den noch zu wenig genutzten kommunalen Gestaltungsspielräumen, dem Zusammenspiel von Familie und Beruf und – als ehemaliger Arbeitsminister – der Frage nach den beruflichen Perspektiven der Frauen. „Es kann nicht sein, dass das Zusammenschrauben von Autos auf dem Arbeitsmarkt mehr wertgeschätzt wird als die Pflege alter Menschen oder der Erziehungsauftrag im Kindergarten“, so Müntefering in seiner gewohnt pointierten Art. Auch die Bildungspolitik kam mit einem Plädoyer für den Erhalt der dualen Ausbildung in der Fläche an dem Abend nicht zu kurz. Auf Nachfragen ging Müntefering auch auf die schwierige Situation in Europa ein und warnte deutlich vor einer Abschottung einzelner Staaten. Im Grundton dennoch stets zuversichtlich erinnerte er in diesem Zusammenhang an die drei Grundeigenschaften von Politikern nach Max Weber: Verantwortungsbewusstsein, Augenmaß („das Schwierigste“) und Leidenschaft („die fehlt hier oftmals“). „Demokratie ist kein Schaukelstuhl“ – so Müntefering und rief die Anwesenden zum aktiven zivilgesellschaftlichen Einsatz auf („Wir können nicht allen helfen, aber das ist kein Argument, nichts zu tun“), womit er bei den beiden Warendorfer Serviceclubs offene Türen einrannte. Zum Schluss ging es dann doch noch einmal um die aktuelle Politik. Für die bevorstehenden Wahlkämpfe gab Müntefering „den im Bundestag vertretenen Parteien und der FDP“ mit auf den Weg, in der Sache kräftig zu streiten, aber die gemeinsamen demokratischen Grundwerte deutlich stärker als bisher zu betonen und zusammen zu leben.

Erster Interreligiöser Stadtspaziergang

Am Freitag, 9. Dezember hat die LVHS in Kooperation mit dem Kreiscaritasverband Warendorf zum ersten „interreligiösen Stadtspaziergang“ durch Warendorf eingeladen. 25 interessierte Bürger, die teilweise aktuell in der Flüchtlingshilfe aktiv sind, sind mitgegangen. Gemeinsam mit Religionsvertretern und Vertretern von Initiativen wurden verschiedene Aspekte religiösen Lebens in Warendorf beleuchtet. Der Nachmittag  war Teil einer dreiteiligen Veranstaltung „Religion verstehen – Wege miteinander gehen“ – die von Land NRW im Programm „KOMM AN“ finanziert worden ist.
Kreisdechant Peter Lenfers führte zu Beginn durch die gotische Hallenkirche im Herzen Warendorfs. Nicht allen war das Schicksal der hölzernen Maria bekannt, die 2009 angebrannt, aber inzwischen hinter Glas geschützt im prächtigen Kleid weiter stark verehrt wird. Anschließend führte Matthias Ester vom Arbeitskreis jüdisches Leben in Warendorf zur ehemaligen Synagoge, in der am 7. September 1945  (dem jüdischen Neujahrstag) der erste jüdische Gottesdienst nach der Shoah im Münsterland, unter Unterstützung der britischen Alliierten stattgefunden hatte.
Anschließend begrüßte Selehattin Zeylek, seit 2 Monaten neuer Imam der türkischen D.T.I.B.-Gemeinde in Warendorf ist, die Gruppe im Gebetsraum der Moschee an der Wallpromenade. Gemeinsam mit Veli Firtina, dem stellvertretenden Vorsitzenden der DITIB-Gemeinde,   erläuterten sie die verschiedenen Gebetsformen in der Moschee. Anschließend betete die Gruppe gemeinsam in der Moschee das Gebet der Vereinten Nationen - ein bewegender Moment. Den Abschluss des 4-stündigen Nachmittags bildete ein herzlicher Empfang in den Räumlichkeiten des Westfälischen Bildungsvereins WeBiKul e.V.. Emre Yildiz erläuterte gemeinsam mit Herrn Firtina die Ziele des jungen Kulturvereins  - nicht ohne die Gruppe nach ihrer Wanderung durch Warendorf mit kleinen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Ein gelungener Nachmittag, der hoffentlich eine Weiterentwicklung der interreligiösen Dialoges in Warendorf angestoßen hat.

9. Kreis-Streitschlichter-Tag in der LVHS Freckenhorst

Rund 100 Schülerinnen und Schüler aus sechs Schulen im Kreis Warendorf haben am 9. Kreis-Streitschlichter-Tag, den Akademie Ehrenamt und die LVHS gemeinsam organisieren, teilgenommen. Auch der WDR berichtete in der Lokalzeit über die 7 Workshops zu aktuellen Themen rund um Konfliktlösung und Mobbing. Im Workshop von „The Global Experience“ ging es z.B. um Vorurteile und Stereotype, die weltweit bestehen. Marah und Jaffa berichteten dabei aus ihren Erfahrungen aus Syrien.

LVHS-Jahresprogramm 2017 erschienen

Das Pädagogen-Team der LVHS:
Klaus Woste, Direktor Michael Gennert, Präses Bernd Hante, Hildegard Freßmann-Sudhoff, Josef Everwin und Karin Ziaja (v.l.n.r.)

Mit über 400 Kursen präsentiert das Pädagogen-Team der Katholischen Landvolkshochschule (LVHS) "Schorlemer Alst" in Freckenhorst das soeben erschienene Jahresprogramm für das kommende Jahr 2017. "Auf 180 Seiten", so Direktor Michael Gennert, "wird auch im kommenden Jahr in der geschätzten Vielfalt unseres Bildungsangebotes sicher für jeden ein ansprechendes Seminar dabei sein." Bekannte Namen aus Politik (Franz Müntefering), Kirche (Bischof Anba Damian) und Kultur (Justus Frantz) sind ebenso im Jahresprogramm zu finden wie ganz besondere Vorträge, z. B. zum bevorstehenden Reformationsjubiläum über theologische Überlegungen zur ökumenischen Abendmahlsgemeinschaft.
Einen ersten Einblick in die sieben Fachbereiche gaben jetzt die pädagogischen Mitarbeiter der LVHS. So wird die bewährte Weiterbildung zur Trauerbegleitung in 2017 mit einem neuen Konzept fortgesetzt, erläuterte Klaus Woste, der den theologischen Fachbereich leitet. "Der LVHS ist es gelungen, mit Professor Dr. Arnold Langenmayr von der Universität Duisburg einen namhaften Referenten zu gewinnen, der den Bundesverband für Trauerbegleitung mit gegründet hat." Ein Informationsabend ist am 10.11.2016 in der LVHS vorgesehen. Ebenso neu startet ab Januar 2017 eine dreijährige berufsbegleitende Fortbildung in existenzanalytischer-logotherapeutischer Beratung, für die noch Plätze frei sind.
Für die Lebens- und Arbeitswelt im ländlichen Raum verweist Fachbereichsleiter Josef Everwin auf den vom 12.6. bis 15.6.2017 erstmals angebotenen Hauptkurs 50plus. "Gerade in den aktuell schwierigen Zeiten, in denen sich die Landwirtschaft befindet, wollen wir Betriebsleitungen in der Lebensmitte eine Zeit zum Aufatmen und zur Standortbestimmung anbieten." Selbstverständlich steht zu Jahresbeginn auch wieder der vierwöchige Internationale Hauptkurs auf dem Programm, zu dessen Zertifikatsvergabe bereits Regierungspräsident Prof. Dr. Reinhard Klenke sein Kommen zugesagt hat. Fortgesetzt werden auch die winterlichen Abendgesprächskreise in Zusammenarbeit mit der Katholischen Landvolkbewegung, die im kommenden Jahr die Beziehung von Familie und Hof aufgreifen.
Karin Ziaja, die den Fachbereich „Umwelt, Gesundheit, Soziales“ leitet, hebt eine neue Tagung zur „Gartentherapie“ hervor, die vom 13.11. bis 15.11.2017 mit Referenten der Internationalen Gesellschaft Garten-Therapie in der LVHS stattfinden wird. "Interessierte aus Pflege- und Sozialberufen, (Heil-)Pädagogen als auch Gärtner/innen erhalten in Vorträgen, Workshops und einer Exkursion zu einem Klinik-Sinnesgarten Einblicke in ein neues Themen- und Berufsfeld." Zwei neue Bildungsurlaube „Nachhaltiges Bauen und Sanieren“ (5.4. bis 7.4.2017) und „Nachhaltigkeit und Konsum - fair und ökologisch – ist das möglich?“ (7.11. bis 9.11.2017) erwarten interessierte Arbeitnehmer/innen in der LVHS. Richtig in Bewegung kommen die Teilnehmer bei den beiden „mobilen“ Bildungsurlauben per Rad: „Von Hof zu Hof – woher kommen eigentlich unsere Lebensmittel“ (2.5. bis 5.5.2017) und „Die Energiewende im Münsterland er-fahren“ (26.6. bis 30.6.2017), die aufgrund des hohen, auch bundeweiten Interesses, wiederholt angeboten werden.
Traditionell fest verankert ist die Familienbildung in der LVHS Freckenhorst. „Familien zu stärken - das ist vom christlichen Menschenbild wie vom Grundgesetz her ein Kernauftrag der Familienbildung“, betont Hildegard Freßmann-Sudhoff, die für die Familienbildung in der LVHS verantwortlich ist. Angebote für Eltern und Kinder, Großeltern und Enkel, Mütter und Töchter oder Väter und Söhne werden auch im kommenden Jahr kontinuierlich weiterentwickelt. Schon jetzt wird auf das große Familienfestival zu Pfingsten 2017 hingewiesen, das unter dem Motto "Manege frei" Eltern wie Kindern viel Raum für Kreativität, Musik und Gespräche geben wird. Ein besonderes Highlight für Frauen ist die Fortsetzung des Frauen-Kultur-Frühstücks im Winterhalbjahr mit seinen abwechslungsreichen Themen.
Auf das besondere Angebot zur Supervision für Ehrenamtliche in der Flüchtlingsarbeit verweist Diözesanpräses Bernd Hante, zu dem sich Interessierte in der LVHS melden können, um präventiv die eigenen Möglichkeiten ihres Handelns zu aktivieren. Für den Fachbereich "Beruf, Gesellschaft, Politik" wird auf das neue Führungskräftetraining ab April hingewiesen, das sich an Mitarbeitende im kirchlichen und sozialen Raum richtet. Abschließend nannte das LVHS-Team mehrere attraktive Angebote für Menschen, die gerne aktiv musizieren: Freunde des geistlichen Chorgesanges können unter neuer Leitung von Prof. Dr. Hans Jaskulsky in der „Heinrich Schütz Woche“ vom 23.7. bis 30.7.2017 anspruchsvolle Vokalmusik zwischen Reformation und Gegenreformation einstudieren. Liebhaber des Jazzchorgesanges finden vom 10.2. bis 12.2.2017 das Seminar ihrer Wahl mit Herrn Hendrik Herrmann Außerdem gibt es Angebote zu Gospelgesang, zum Blockflötenensemblespiel und die herzliche Einladung, bei Interesse im Seniorenorchester der LVHS mitzuspielen, das nun bereits über 20 Jahre mit seinen Konzerten die Herzen der Zuhörer erfreut.
Weitere aktuelle Angebote sind auch nach Drucklegung in der Entwicklung und werden laufend auf der Homepage und der Facebook-Seite der LVHS veröffentlicht. Das neue Programmheft steht bereits jetzt zum Download auf unserer Homepage bereit oder kann zum Versand per Post angefordert werden unter Tel.: 02581/94 58-231/237, Mail: lvhs-freckenhorst@bistum-muenster.de

 

 

2. Stammtischtreffen Jungbauern 1965

Zum 2. Stammtischtreffen trafen sich zum  Novemberbeginn 2016 die Kursteilnehmer aus dem Jungbauernkurs 1965 wieder
Fachbereichsleiter Josef Everwin vermittelte zum Thema „ Älter werden auf dem Lande!“ Impulse - Denkanstöße und positive Lebensauffassungen, die zu einer aktiven lebenswerten Zukunftsperspektive auch im Alter  möglich und wünschenswert sind.

 

 

Ehrenamtspreis 2016

Bis zum 31. Oktober 2016 können sich Vereine, Initiativen und Institutionen aus dem Kreis Warendorf um den „Ehrenamtspreis 2016“ bewerben.
Seit 2004 verleiht die Akademie Ehrenamt e. V.   – die in der LVHS ihren Sitz hat - mit Unterstützung der Sparkassen im Kreis Warendorf im 2-Jahres-Rhythmus diesen Preis. Er ist mit insgesamt 5.000 € dotiert.
Der Ehrenamtspreis steht in diesem Jahr unter dem Leitgedanken „Kultur leben – Kultur erleben“. Bewerber sollen ihre Erfolgsrezepte darstellen, mit denen sie in besonderem Maße das kulturelle Leben im Kreis Warendorf stärken, mitgestalten, weiterentwickeln und wie sie anderen Menschen die Teilnahme am Kulturleben ermöglichen. „Wir möchten das ehrenamtliche Engagement die es in der ehrenamtlichen Kulturarbeit in unserem Kreis gibt, gerne in besonderem Maße hervorheben“, erläutert Akademie-Vorsitzender Franz-Ludwig Blömker. 
Im Anschluss an die Bewerbungsfrist wird eine Jury die Preisträger ermitteln, die voraussichtlich im März, während einer Feierstunde bekannt gegeben werden.

Der Flyer zum Ehrenamtspreis 2016 liegt in allen Sparkassenfilialen und Rathäusern im Kreis  Warendorf aus. Der Flyer und das Formular für eine Bewerbung stehen auch im Internet
unter www.akademie-ehrenamt.de zum Download bereit. http://www.akademie-ehrenamt.de/ehrenamtspreis2016.php

Frauen- Kultur- Frühstück mit Anna Magdalena Bössen

Die Rezitatorin Anna Magdalena Bössen (r.) in der Pause beim Signieren ihres Buches
Anna Magdalena Bössen auf der Bühne der LVHS mit einem Teil des Auditoriums

Bin ich Deutschland? Diese Frage stellte am Montag Anna Magdalena Bössen aus Hamburg beim Frauen-Kultur-Frühstück vor mehr als 70 Zuhörerinnen in der Landvolkshochschule Freckenhorst. Studiert hat sie in Stuttgart Rezitation, dann aber, mit etwas über 30, hat sie ihre Zelte in Hamburg abgebrochen und sich für zwei Jahre auf eine Fahrrad-Walz durch Deutschland begeben – 2014 durch Nord- und Ostdeutschland und im vergangenen Jahr in den Westen und Süden der Republik. Im Gepäck einen gelben Koffer und vor allem ein Literaturprogramm, mit dem sie auf vielen Bühnen stand, in Theatern, aber auch in Klassenzimmern, in Kirchen und Kulturzentren, auf Wiesen und Schiffen und im Pferdestall. Jetzt machte sie auf Einladung von Hildegard Freßmann-Sudhoff, pädagogische Mitarbeiterin der Freckenhorster Bildungsstätte, Station. Dies nicht mehr mit dem Fahrrad, wohl aber mit der Frage: „Bin ich Deutschland?“ Und weiter: „Kann ich Heimat an einem bestimmten Ort finden oder nur in mir selbst?“
Es sollte ein faszinierender Vormittag werden, ebenso ernsthaft wie heiter. Zunächst gab es Reise-Erfahrungen. In Ostdeutschland war als Erstes die Ansage, dass es an dem betreffenden Ort wunderschön sei, erforderlich, – dann war das Eis gebrochen. Die gleiche Wertung in Bayern brachte ihr dagegen nur ein „joa mei“ ein. In manchen Gegenden war sie auf ihren Touren meilenweit allein, im Ruhrgebiet aber immer von Menschen umgeben. Bereitete die Frage nach der Heimat in manchen Regionen Stirnrunzeln, so habe ihr eine junge Frau auf der Hallig Hooge gesagt, dass sie dort ganz dicke Wurzeln habe. Anna Magdalena Bössen: „Und in Bayern kann man Heimat sogar anziehen (inzwischen auch bundesweit), trinken, essen, und es gibt sogar ein Heimatministerium“ – Heiterkeit. Dann trägt sie ein Gedicht von Hilde Domin vor, in dem es heißt: „Man muss weggehen können und doch sein wie ein Baum, als bliebe die Wurzel im Boden…“ – Nachdenklichkeit.
Und diese beiden Gemütszustände sollten sich an diesem Morgen immer wieder abwechseln, bei den zitierten Gedichten, bei eingespielten, musikalisch untermalten  Fotos, die sie selbst während ihrer Touren gemacht hat.
Zum Schluss hin dann die Frage: „Wie wollen wir in Zukunft leben, wie überlassen wir der nächsten Generation unser Land, unseren Planeten?“ Viele erschreckende Bilder der Gegenwart, Kriege und Flüchtlingsdramen, schiebe man oftmals hilflos zur Seite.
Frau Bössen lässt sich von den Frauen dann typische deutsche Eigenschaften zurufen. Wie zu erwarten: Pünktlichkeit, Fleiß, Gerechtigkeitssinn… Eine Eigenschaft aber, auf die sie abzielt, lässt auf sich warten und wird schließlich von einer anwesenden Norwegerin genannt: humorvoll! Gepaart mit einer hochentwickelten Kultur, wissenschaftlichem Forscherdrang und vielschichtigem Können müsse uns damit eigentlich nicht Bang um die Zukunft sein, so die Referntin.
Von sich selbst sagte Anna Magdalena Bössen nach 8160 mit dem Fahrrad zurückgelegten Kilometern und vielen, oftmals sehr persönlichen Begegnungen: „Ich habe einen anderen Blick auf unser Land gewonnen, ja, ich spreche heute sogar von Liebe zu meinem Land.“ Wie schon gesagt, wurde es – von den Teilnehmerinnen bestätigt – ein anregender, beglückender Morgen.
Allerdings, von ihrem Buch „Deutschland. Ein Wandermärchen“ , erschienen im Verlag Ludwig, hatte sie nicht genügend Exemplare dabei…

“Von Hof zu Hof” – Woher kommen eigentlich unsere Lebensmittel?

Melkroboter im Visier auf dem Hof Große Kintrup
Geduldiges Erklären im Schweinestall Hof Boge

Beim Bildungsurlaub per Fahrrad besuchten Gäste der LVHS Ende Mai 2016 landwirtschaftliche und weiterverarbeitende Betriebe und kamen dabei mit Erzeugern ins Gespräch
„Hochinteressant, sehr erlebnisdicht...und mit vielen neuen Erkenntnissen“; „Leider waren es nur 4 Tage!“, „So sieht moderne Landwirtschaft aus – da habe ich wohl die letzten 20 Jahre vieles verpasst…“, „Meine Achtung vor dem Berufsstand des Landwirtes ist deutlich gestiegen“– so und ähnlich lauteten die Rückmeldungen der Teilnehmer nach einem ereignisreichen Bildungsurlaub per Fahrrad kreuz und quer durch den Kreis Warendorf, Handorf und Harsewinkel.
16 Teilnehmende aus Nordrhein-Westfalen und anderen Bundesländern nahmen das Angebot der LVHS wahr, Ackerbau-, Milchvieh-, Schweine- und Geflügelzuchtbetriebe näher kennenzulernen. Gemeinsam wurden per Rad die Höfe angesteuert. Neun Betriebsleiter/innen und ihre Familien nahmen sich für die Gäste jeweils viel Zeit, um Einblicke in Betriebsstrukturen und hinter die Stalltüren zu ermöglichen. So wurde die Gruppe z.B. sehr herzlich von Familie Boge in Telgte empfangen. Hinrich Boge erläuterte geduldig den Ablauf in Sauenhaltung und Schweinemast und führte durch den Stall. Ein Computer erleichtert den Überblick über mehrere tausend Tiere, die jährlich die Mast durchlaufen. Welches Ferkel darf als nächster Eber im Stall verbleiben? Wie viele Ferkel wirft eine Sau? Alle Fragen wurden ausführlich beantwortet. Beim Hof Afhüppe in Neuwarendorf erfuhr die Gruppe neben den Besonderheiten der Bullenmast, wie sensibel eine Biogasanlage arbeitet und wie regelmäßig die Arbeiten im Stall aber auch an der Technik erfolgen müssen. „Sie müssen ja Tierarzt, Ingenieur und Kaufmann in einem sein“ – so die häufige Feststellung der Gäste. Mehrfach wurde auch die Frage erörtert, ob Landwirte überhaupt Zeit für eigenen Urlaub hätten. „Wenn meine Kinder aus dem Studium zurückkommen, nehme ich nach 10 Jahren meinen ersten Urlaub“ – war eine der häufigen Antworten. Beim Besuch auf dem großen Milchviehbetrieb Große Kintrup wurde aus nächster Nähe der Melkroboter bestaunt, der vielen Teilnehmern noch unbekannt war. Es wurde deutlich, dass zur fachgerechten Erzeugung der Lebensmittel auch ein schlüssiges Vermarktungskonzept gehört, bei dem inzwischen jeder Hof eigene Wege geht, sei es über den Großhandel, den lokalen Einzelhandel oder die Direktvermarktung, welche aber nicht für jeden Betrieb eine Lösung ist.
Neben den differenzierten Einblicken in die Betriebe erlebte die Gruppe die Schönheit der Region. So führte der Emsradweg über 25 km die Teilnehmer am letzten Tag bis zum Bioland-Hof Strotdrees nach Harsewinkel. Ein mobiler Hühnerstall begeisterte und verdeutlichte, wie flächenintensiv Landwirtschaft ist…zurück auf dem Fahrrad wurde auf dem Rückweg vieles reflektiert. Eine Fortführung im nächsten Jahr wurde gewünscht!

Eine Kursteilnehmerin der Ausbildung zur „seelsorglichen Begleiterin in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen“, die jüngst in der LVHS stattgefunden hat, berichtet über Ihren Einsatz und Ihre Erfahrungen.

Hier zum Artikel des Bistums Münsters

3. Freckenhorster Wirtschaftsdiskussion mit Weihbischof Zekorn

Hochkarätig besetzt war das Podium des diesjährigen Freckenhorster Forums „Wirtschaft trifft Kirche – Kirche trifft Wirtschaft“ in der LVHS. Mit dem Vorstandsvorsitzenden der KfW-Bankengruppe, Dr. Ulrich Schröder aus Frankfurt/M., konnte einer der wichtigsten Banker in Deutschland gewonnen werden. Unter der Gesamtfragestellung „Wie motiviert Wirtschaft?“ betonte Schröder die Grundprinzipien der katholischen Soziallehre und lehnte zugleich eine einseitige Ausrichtung von Unternehmenszielen auf Profitmaximierung ab. Sein Führungscredo lautete „Führen durch Fragen“. Als zweiter Podiumsteilnehmer sprach Johannes Schulte-Althoff vom Vorstand der Agravis Raiffeisen AG aus Münster/Hannover. Auch er betonte in Anlehnung an den Genossenschaftsgedanken aus Gründungszeiten des Unternehmens die Wichtigkeit der Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern. Zudem fand er deutliche Worte zu den aktuellen pauschalen Verurteilungen des landwirtschaftlichen Berufsstandes in der Öffentlichkeit. Für ein ausgeglichenes Verhältnis von Solidarität und Subsidiarität trat Weihbischof Dr. Stefan Zekorn in seinem Statement ein. Am Beispiel der gegenwärtigen Nullzinspolitik der EZB kritisierte er deren zu stark auf Solidarität mit den südlichen Ländern ausgerichtete Geldpolitik. Mit einer Weltpremiere endete das diesjährige Forum. Weihbischof Zekorn zitierte aus dem Vorwort von Papst Franziskus zum neuen Sozialkatechismus für Jugendliche „Docat“, der erst am 26. Juli während des Weltjugendtages in Krakau veröffentlich werden wird.

Zum Artikel des Bistums Münster

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Mittwoch, 22. Februar 2017,
19.00 Uhr


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montags - samstags von 10.00 - 19.00 Uhr
sonn- und feiertags von 10.00 - 14.00 Uhr


Eintritt frei




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spielt
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Freitag, 28. April 2017
20.00 Uhr
Landvolkshochschule
Freckenhorst


Eintritt: 35 Euro

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