Detailseite LVHS Freckenhorst - Seminar: Studientag Literatur "Klassiker neu gelesen: Theodor Fontane"

LVHS Freckenhorst - Ihr Lern- und Begegnungsort im Grünen in Trägerschaft des Bistums Münster

Studientag Literatur "Klassiker neu gelesen: Theodor Fontane"

Informationen

Termin:Sa., 06.04.2019, 09.30 Uhr - Sa., 06.04.2019, 16.30 Uhr
Seminarnummer:19-340M75
Teilnahmegebühr:34,00 EUR (inkl. Willkommenskaffee, Mittagsbuffet, Kaffee/Kuchen und Seminarkosten)
Ansprechpartner:Maximilian Schmitz
Jutta Gunia
02581 9458-237
gunia@bistum-muenster.de
Elisabeth Wagner
02581 9458-237
wagner@bistum-muenster.de
Referent:Dr. Oliver Sill
1957 geboren. Nach dem Abitur Studium der Germanistik, Geschichte und Erziehungswissenschaften in Münster. 1982 Erstes Staatsexamen; 1990 Promotion zum Dr. phil.; 2000 Habilitation an der Universität Duisburg. Zahlreiche Veröffentlichungen insbesondere zur modernen Literatur. Dozent an der Universität Münster und an der Volkshochschule Münster
Sonstige Hinweise:

Hinweis 

  • Rollstuhlfahrer sind uns herzlich willkommen! 
  • Unsere mobile Funkanlage ermöglicht es auch Schwerhörigen, an unseren Veranstaltungen teilzunehmen! Geben Sie den Bedarf bitte bei der Anmeldung an!

Nicht in Anspruch genommene Leistungen können nicht erstattet werden.

Klassiker neu gelesen

 

Theodor Fontane:

Liebesgeschichten 

„Irrungen, Wirrungen“ (1888) und „Stine“ (1890)

In einem Brief vom 6. Dezember 1894 bekennt Theodor Fontane in aller Freimütigkeit: "Wenn es einen Menschen gibt, der für Frauen schwärmt und sie beinah doppelt liebt, wenn er ihren Schwächen und Verirrungen, dem ganzen Zauber des Evatums, [...], begegnet, so bin ich es." Und so verwundert es nicht, dass Fontanes Sympathien auch den Protagonistinnen seiner beiden Romane

"Irrungen, Wirrungen" (1888) und "Stine" (1890) gehören.

In diesen beiden Romanen geht es um nicht standesgemäße Liebesbeziehungen zwischen Frauen aus kleinbürgerlichen Verhältnissen (Magdalene Nimptsch, Ernestine Rehbein) und dem jungen Baron Botho von Rienäcker in "Irrungen, Wirrungen" bzw. dem ebenso jungen Grafen Waldemar von Haldern in "Stine". Unter dem Druck gesellschaftlicher Verhältnisse, die die Mesalliance über Standesgrenzen hinweg nicht tolerieren wollen, scheitern beide Liebesbeziehungen. Lene und Botho landen schließlich jeweils in gesellschaftlich akzeptierten Vernunftehen, in denen weder Liebe noch Glück zu finden sind. Und Waldemar von Haldern begeht Selbstmord, nachdem er die Aussichtslosigkeit seiner Liebeswünsche hat einsehen müssen.

 

Neben "Effi Briest" zählt "Irrungen, Wirrungen" zu den bekanntesten Romanen Theodor Fontanes. Anders "Stine". Obwohl beide Romane thematisch eng miteinander verwandt sind, ist "Stine" nur wenigen Fontane-Leserinnen und -Lesern ein Begriff. Das aber sollte sich ändern.

Denn beide Werke, so unterschiedlich sie auch erzählt sind, entstanden im selben Zeitraum und ergänzen sich wechselseitig. Mehr noch: Beide Romane bilden eine übergeordnete Einheit, in der Fontane auf erzählerischem Wege das Thema unstandesgemäßer Beziehungen aus unterschiedlichsten Perspektiven beleuchtet.

 

Der Vormittag steht ganz im Zeichen von "Irrungen, Wirrungen". Nach der Mittagspause wird dann "Stine" in den Mittelpunkt unseres Gesprächs rücken.

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2. April - 10 Mai `19

Ausstellungseröffnung:
Dienstag, 2. April 2019,
19.30 Uhr


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Montags - Samstags 10.00 - 19.00 Uhr
Sonn- und Feiertags 10.00 - 14.00 Uhr
Eintritt frei !

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Referent ist Klaus Prömpers, der bekannte u. langjährige Leiter der ZDF-Studios in Brüssel, Wien und New York kennt

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