Detailseite LVHS Freckenhorst - Seminar: Heilpraktiker Psychotherapie - Ausbildungslehrgang 2019 - 2020 in 7 Modulen

LVHS Freckenhorst - Ihr Lern- und Begegnungsort im Grünen in Trägerschaft des Bistums Münster

Heilpraktiker Psychotherapie - Ausbildungslehrgang 2019 - 2020 in 7 Modulen

Informationen

Termin:Sa., 28.09.2019, 09.30 Uhr - So., 29.09.2019, 13.30 Uhr
Seminarnummer:19-380H13
Einzelzimmer:656,00 EUR (für Modul I-III inkl. Unterkunft, Vollpension, Seminarkosten; Modul IV-VII: 1.032,00 EUR)
Ansprechpartner:Michael Gennert
Christiane Veltman
02581 9458-231
veltman@bistum-muenster.de
Referent:Prof. Dr. mult. Kurt Guss

Bühne, Dipl.-Psychologe, Präsident der Ostwestfalen-Akademie e. V. mit dem Schwerpunkt der Ausbildung von Heilpraktikern (großer Schein) und Heilpraktikern für Psychotherapie (kl. Schein)

Downloads:HP Psychotherapie - weitere Informationen
Sonstige Hinweise:Nicht in Anspruch genommene Leistungen können nicht erstattet werden.

An sieben Wochenenden bereitet der qualifizierte Ausbildungslehrgang auf die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde auf dem Gebiet der Psychotherapie vor.
Im Laufe des Lehrgangs kann auch der Übungsleiterschein im Autogenen Training erworben werden.
Die Lehrgangsteilnehmer erhalten zu allen Modulen geeignete Unterrichtsmaterialien.
Weitere vier Termine werden in 2020 stattfinden.
Nähere Informationen siehe auch unter dem Einführungs- und Übersichts-Wochenende zum Ausbildungslehrgang am 13. und 14. Juli 2019!

Herzlich laden wir Sie zu diesem neuen Angebot in die LVHS ein!

Modul I: Psychische Störungen (Psychopathologie)
Sa., 28. Sept., 9.30 Uhr – So., 29. Sept. 2019, 13.30 Uhr
Psychopathologie ist die Lehre von den Auffälligkeiten und Abweichungen des seelischen Erlebens. Auch positive Abweichungen sind in diesem Sinn pathologisch. Und in der Tat besteht der Unterschied zwischen einem Genie und den normalen Verrückten einzig darin, dass letztere kein Talent haben, wie es Ulrich Erckenbrecht einmal formuliert hat.. Gefährdet sind sie beide, eben weil sie auffallen, weil sie aus dem Rahmen und oft sogar aus der Rolle fallen.
Halluzinationen gelten im Allgemeinen als psychotisches Leitsymptom, manchmal hat sie aber auch der gesunde, nicht-psychotische Mensch, meist kurz vor dem Einschlafen. Halluzinationen ereignen sich auch bei chronischer Sehverschlechterung oder Blindheit, ohne dass deshalb eine psychiatrische Erkrankung vorliegen müsste. Jemand sieht sich im Kino einen Western an und nimmt dabei den unabweisbaren Geruch von Pferden wahr. Wenn ihn niemand von dem Nicht-Vorhandensein der Pferde zu überzeugen braucht, nennen wir dieses Phänomen eine Pseudohalluzination.
Es ist keineswegs selten, dass wir einen bestimmten Gedanken nicht loswerden können, obgleich wir seine Unsinnigkeit längst erkannt haben. Solche Zwangsgedanken sind ebenso häufig wie Zwangshandlungen. Das sind Handlungen, die vollkommen überflüssig sind, die man aber nicht unterlassen kann, ohne sich unwohl zu fühlen. Wenn Sie die Türklinke zu Ihrer Dienstzimmertür dreimal runterdrücken um zu prüfen, ob sie verschlossen ist, nennt man das eine Zwangshandlung. Laufen Sie deshalb aber nicht gleich zum Psychiater. Der macht das bei seiner Praxistür vielleicht auch.
Kennen Sie das Gefühl, eine bestimmte Situation bereits einmal erlebt zu haben, obgleich dies unmöglich ist? „Déjà-vu-Erlebnisse“ zählen zu den Gedächtnisstörungen. Wer sie – wie Sie und ich – kennt, ist deshalb aber nicht gestört oder krank, sondern so normal wie Sie und ich. Wer sie aber nicht kennt, ist deshalb nicht weniger normal. Wir tun gut daran, bei staunenswerten Phänomenen dieser Art nichts Geheimnisvolles oder gar Unheimliches zu wittern.

Quälend und leider nicht selten sind unsere Gedächtnishemmungen. Es liegt uns ein Wort auf der Zunge – wir können es aber nicht herausbringen. Wir wissen genau, dass wir den Namen dieses oder jenes Zeitgenossen kennen. Wir kommen aber nicht auf diesen Namen, auch wenn wir uns noch so anstrengen oder besser gesagt: gerade weil wir uns so anstrengen. Erst wenn die bewusste Kontrolle nachlässt und wir aufhören uns zu quälen, springt der gesuchte Name plötzlich in unser Bewusstsein und wir freuen uns wie ein Kind, welches sein Lieblingsspielzeug wieder gefunden hat.
Wie diese Andeutungen zeigen, ist niemand von uns frei von Störungen. Und selbst wenn es einen Menschen mit einer vollkommenen gesunden Seele gäbe, seine Seele würde in dieser Welt nicht lange gesund bleiben, man würde ihn misstrauisch beobachten, verfolgen, isolieren, vielleicht sogar foltern und umbringen wie Jesus Christus. Dabei war Jesus keineswegs frei von menschlichen Regungen, er kannte Angst, er kannte Wut, er kannte sinnliches Begehren. Jesus Christus war alles andere als vollkommen und das macht ihn so sympathisch, das macht ihn zum „Menschensohn“, den wir lieben können und von dem wir sehr viel lernen können.

Modul II: Sucht und Abhängigkeit
Sa., 9. Nov., 9.30 Uhr – So., 10. Nov. 2019, 13.30 Uhr
Klinische Untersuchungen zeigen, dass Sucht und Abhängigkeit zu den häufigsten psychischen Störungen zählen und es gibt kaum eine Familie, die davon nicht betroffen wäre. Es gehört aber zum guten Ton, über die eigene Betroffenheit oder die von Angehörigen den Mantel des Schweigens auszubreiten, so dass Besserung und Heilung in weite Ferne rücken und die Suchtgeschichte nicht selten mit dem Tod endet. In diesem Modul soll in durchaus heiterer und entspannter Weise relevante Aufklärung geboten und grundlegendes, praktisches Wissen vermittelt werden. Der Referent steht dabei auch allen Teilnehmern für persönliche Gespräche zur Verfügung.
Es ist seltsam: wir halten das Ideal der Freiheit hoch und vergessen darüber die Feinde der Freiheit. Welche sind das? Zumindest in den Demokratien, welche diesen Namen verdienen, sind es keine Despoten oder Tyrannen, es sind Substanzen, welche den Menschen versklaven und ihm das Kostbarste nehmen, was er hat: seinen freien Willen. Das Tragische, fast gemein zu nennende am Phänomen der Substanzabhängigkeit besteht darin, dass dem Abhängigen seine Abhängigkeit gar nicht bewusst ist, dass der Sklave allen Ernstes glaubt, er sei ein freier Mann.
Es werden alle Fragen behandelt, die mit Sucht und Abhängigkeit zu tun haben, vor allem aber solche, die von praktischem Interesse sind. Kann man einen Süchtigen verstehen? Kann ein Süchtiger sein Verhalten kontrollieren? Wie kann man Süchtigen helfen? Und wie kann man es am besten tun? Was ist der Unterschied zwischen der Alkoholabhängigkeit und der Abhängigkeit von anderen Drogen? Handelt es sich bei diesen Abhängigkeiten tatsächlich um Krankheiten? Darf ein Alkoholiker Bier und Schnaps im Haus haben? Wie sollen sich seine Angehörigen verhalten? Welchen Nutzen haben Entziehungskuren? Braucht der Abhängige psychotherapeutische Behandlung? Welche Bedeutung hat die „Einsicht“ für das Heilungsgeschehen? Darf der Alkoholiker alkoholische Getränke verschenken? Darf er sie kaufen? Dürfen seine Angehörigen Alkohol trinken? Oder müssen sie zumindest in seiner Gegenwart „verzichten“? Und schließlich natürlich: wie steht es mit der berühmten Cognacbohne?
Die Antworten, die Kurt Guss auf diese und andere Fragen gibt, sind oft überraschend und nicht selten auch provozierend. Immerhin kann er auf dreißig Jahre Alkoholabhängigkeit, und 26 Jahre Abstinenz zurückblicken. Er kennt also aus eigener Erfahrung den Weg in die Abhängigkeit und er weiß auch, wie man herausfinden kann, kurz gesagt: er weiß, wovon er spricht. Seine Erfahrungen und sein Wissen hat er in zwei Büchern festge-halten: „Alkohol – die angesehene Droge“ und „Leer gesoffen – Bekenntnisse eines geretteten Alkoholikers“.

Modul III: Schizophrenie, Wahn, Depression
Fr., 6. Dez., 18.00 Uhr – So., 8. Dez. 2019, 13.30 Uhr
Etwa 1 % der Menschen erkranken an der schweren Störung Schizophrenie, die Kraepelin zu den endogenen Psychosen zählte, da sie im Wesentlichen körperlichen Ursprungs ist, wenngleich dieser nicht so exakt zu ermitteln ist wie bei den exogenen Psychosen. Die negativen Symptome wie sozialer Rückzug und Affektverflachung gehen als Frühwarnzeichen oft den positiven Symptomen (Ich-Störung, Wahn, Halluzination) voraus. Die Therapie mit Neuroleptika hat zufriedenstellende Erfolge. Neuerdings wird auch mit Hilfe kognitiver Verhaltenstherapie versucht, beim Patienten Zweifel an der Realität seiner Halluzinationen und Wahnideen zu wecken. Das kann durch geeignete Fragen geschehen („Wie denken Ihre Freunde über diese fliegenden Untertassen?“) oder durch das gemeinsame Bemühen, alternative Erklärungen für die bedrohlichen Stimmen zu finden („könnte es sein, dass dieser Störsender nicht in der Wand, sondern in Ihrem Kopf ist?“). Dieses Verfahren ist zweifellos sinnvoller, als mit dem Patienten die Klingen zu kreuzen. Doch Vorsicht! Man unterschätze nicht die Überzeugungskraft eines Psychotikers! Vor allem den Angehörigen sind unbedingt Selbsthilfegruppen zu empfehlen. Der Wahn ist ein faszinierendes Phänomen und es haben sich vorzügliche Denker um seine Untersuchung bemüht. Bei den Naturvölkern gelten wahnhaft Gestörte als Seher und Priester, denn das „Göttliche“ des Wahns liegt in seiner Kreativität. In unserer Welt der Realitäten allerdings ist das Leben eines wahnhaft Gestörten nicht ohne Probleme. Wenn sich ein Gesunder und ein Kranker zusammentun, wird im Allgemeinen nicht der Kranke gesund. Ganz im Gegenteil: der Gesunde wird krank! In der Dunstwelt der Säufer und Fixer bezeichnet man diese Opfer liebevoll als „Co-Abhängige“ oder charmanter noch als „Enabler“. Überschreitet die Anpassungsleistung der Gesunden an die Kranken die Grenze zur Welt des Wahns, spricht man von „Folie-à-deux“, „symbiotischem Wahn“ oder „indu-zierter wahnhafter Störung“. Der Paranoiker lebt in seiner irren Welt und hat es sich in ihr gemütlich gemacht. Ihn dieser Welt zu entreißen, kann tatsächlich etwas Unbarmherziges haben.
Depressionen zählen zu den häufigsten Krankheiten der Seele. Die depressive Episode ist eine endogene Gemütserkrankung, die unbedingt mit Medikamenten zu behandeln ist. Bei einer depressiven Episode besteht Suizidgefahr! Einen depressiven Patienten lässt man daher am besten nicht aus den Augen!

Die Module IV bis VII finden an folgenden Wochenenden statt:
Modul IV:  Fr., 10. bis So., 12. Januar 2020
Modul V:   Fr., 6. bis So., 8. März 2020
Modul VI:  Fr., 5. bis So., 7. Juni 2020
Modul VII: Fr., 11. bis So., 13. September 2020.

Weitere Informationen zur Ausbildung finden Sie oben unter "Downloads".

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14. Mai - 5. Juli 2019

Ausstellungseröffnung:
Dienstag, 14. Mai 2019
19. Uhr


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Montags -  Samstags 10.00 - 19.00 Uhr
Sonn- und Feiertags  10.00 - 19.00 Uhr

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